Jeder Mensch hat das Recht auf eine menschenwürdige Arbeit mit gerechter und befriedigender Entlöhnung, die ihm und seiner Familie die Existenz sichert. So steht es in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Doch gerade die elementaren Arbeitsrechte wie Verbot von Zwangsarbeit, Kinderarbeit und Diskriminierung gelten in Sonder- und Niedriglohnzonen von Entwicklungsländern oft nicht. Die Aktion 2007 der Hilfswerke Brot für alle und Fastenopfer steht deshalb unter dem Titel «Wir glauben. Arbeit muss menschenwürdig sein.» Im Rahmen der ökumenischen Kampagne verkaufen am kommenden Samstag, 24. März, engagierte Frauen, Männer und Jugendliche von der Migros gespendete Max Havelaar-Rosen aus Tanzania zu einem symbolischen Preis von fünf Franken. Sie unterstützen damit Menschen im Süden, die sich für fairere Arbeitsbedingungen und ein Leben in Würde einsetzen.
Wieder Prominente mit dabei
Auch in den meisten Gemeinden des Glarnerlandes stehen die Rosen zum Verkauf, und wiederum haben sich auch prominente Glarner Persönlichkeiten bereit erklärt, möglichst viele Leute zu animieren, solidarisch zu sein. Zum Beispiel in Glarus, wo Ständerat This Jenny, Nationalrat Werner Marti, Regierungsrat Jakob Kamm und Valeria Spälty, Olympia-Silbermedaillengewinnerin im Curling 2006, vormittags im Glärnisch-Center anwesend sein werden. Oder in Ennenda, wo Gemeindepräsidentin Käthi Meier, alt Obergerichtspräsidentin Johanna Schneiter und Unternehmer Jakob Kobelt im Neubauquartier und vor Geschäften die Rosen verkaufen
Solidarität zeigen
Koordiniert wird die Aktion im Glarnerland von Pfarrerin Claire Meier aus Ennenda, Präsidentin der Kommission für Ökumene, Mission und Entwicklungszusammenarbeit der Evangelisch-Reformierten Landeskirche. Sie ist überzeugt von der Richtigkeit des Engagements: «Indem wir bei dieser schweizweiten Rosenaktion mitmachen, zeigen wir unsere Solidarität mit all jenen Menschen, die unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen leiden, denn mit dem Erlös werden Projekte im Süden unterstützt, die faire Arbeitsbedingungen für alle zum Ziel haben. Da erhalten etwa Frauen in Textilfabriken in Haiti Rechtsberatung und Rechtshilfe. Oder in Bangladesch kann eine Schule für Kinder von Dalits (sogenannt Unberührbare) finanziert werden. Die Dalits sind weitgehend rechtlos und werden ausgegrenzt. Neben der Ausbildung ist diese Schule ein wichtiges Zeichen: Dalits werden als Menschen wahrgenommen, und ihre grundlegenden Menschenrechte werden respektiert.»
Kolumne: Zuversicht – trotz allem



