100 Jahre Pfadi - die Pfadi lädt zum Mitmachen

Am nächsten Samstag findet der kantonale Schnuppernachmittag der Pfadi Glarus statt. In Niederurnen, Näfels, Glarus und Schwanden bekommen alle interessierten Knaben und Mädchen ab sieben Jahren Einblick in den grössten Jugendverein der Schweiz.



Es braucht Mut: aber die Pfadfinder sind bestens gesichert (Bild: eing.)
Es braucht Mut: aber die Pfadfinder sind bestens gesichert (Bild: eing.)

Wer kennt sie nicht - die Pfadi. 1907 gegründet, ist die Pfadi heute mit rund 40 Millionen Mitgliedern weltweit und rund 45’000 aktiven Mitgliedern in der Schweiz die grösste und bekannteste Jugendbewegung. Selbst Alt Bundesrat Adolf Ogi ist ein bekennender Pfader. Dennoch oder gerade deshalb hat die Pfadi mit vielen Klischees und Vorurteilen zu kämpfen. Was ist aber die Pfadi wirklich? Was macht die Faszination für 40 Millionen Jugendliche aus? Gegründet wurde die Pfadi vor genau 100 Jahren vom Engländer Robert Baden-Powell in England. Sein Ziel war es, den Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu bieten, durch welche sie ihre ganze Persönlichkeit weiterentwickeln können. „Die Pfadibewegung fördert die ganzheitliche Entwicklung ihrer Mitglieder und stärkt ihr moralisches und soziales Bewusstsein“, heisst es in den Statuten der Pfadibewegung Schweiz. Doch was heisst das genau und wie soll das erreicht werden?

Verantwortung tragen

Die Projekte sind je nach Alter und Interesse der Teilnehmer und Teilnehmerinnen verschieden. So entdecken die Jüngsten die eigenen Möglichkeiten und entwickeln eine Persönlichkeit, während die etwas Älteren lernen, sich in der Gruppe einzusetzen und in der Gesellschaft zurechtzufinden. Sind sie über 15 Jahre alt, erfahren sie, was es heisst sich zu entscheiden, Verantwortung zu übernehmen und kritisch durch die Welt zu gehen.

In der Gruppe leben

In der Praxis bedeutet das basteln, sich austoben, spielen, kochen, singen, unterwegs sein, Ferien im Zelt oder im Lagerhaus verbringen, am Lagerfeuer plaudern, lachen und philosophieren, Seilbrücken erklimmen, Hütten bauen und auf Du und Du mit der Natur sein. Im Zentrum steht immer das Leben in der Gruppe. Hier werden Pläne geschmiedet, Freundschaften geschlossen und einfach über alles geredet, was einen beschäftigt. Doch sind Zeltferien nicht langweilig? Wer muss im Zeitalter der Handys noch morsen können? Und weshalb tragen Pfadis ein Pfadihemd? Wem auch schon solche oder ähnliche Fragen durch den Kopf gehen, kann sie am Schnuppernachmittag gerne einem der Pfadis stellen und wird sicherlich eine interessante Antwort bekommen... ___________________________________________________________________ Treffpunkt: Samstag 25. August, 13.30 Uhr, jeweils beim Bahnhof in Schwanden, Glarus, Näfels und Niederurnen; Weitere Infos unter www.pfadiglarus.ch oder Tel. 079 762 53 57