Die aktivste Jungpartei des Kantons führte ein Bildungsmodul zur 1:12-Initiave durch, um ihre Mitglieder bereits jetzt mit den nötigen Werkzeugen für den anstehenden Abstimmungskampf auszurüsten. Man informierte die Anwesenden über die aktuelle Verteilungssituation in der Schweiz, und über die entsprechenden Gegenmassnahmen der politischen Linken. Es wurde aufgezeigt, dass die 1:12-Initiative ein Puzzleteil in der Strategie zur Herstellung von mehr Gerechtigkeit in der Schweiz darstellt und ein Teil der dazu nötigen Forderungen stellt. Da die bürgerliche Allianz versuchen wird, die Initiative als wirtschaftschädliche Forderung abzutun, was sie bei jeder Sozialreform tut, wurden die wichtigsten Argumente gegen solche haltlosen Behauptungen aufgeführt. Es wurde gezeigt, dass das Gegenteil der Fall ist, nämlich dass soziale Ungleichheit ökonomisch schädlich ist und es diese daher zu bekämpfen gilt. Die JUSO Glarnerland wird sich mit aller Kraft dafür einsetzen, den Glarner/-innen bewusst zu machen, dass die 1:12-Initiative im Kanton keine KMUs tangieren wird und somit für alle nur Vorteile bringt.
Parolenfassung Landsgemeinde 2013
Bei den Traktanden der Landsgemeinde gab hauptsächlich der Memorialsantrag «Mietrechtsverfahren kostenlos» zu reden. In mehreren Kantonen sind Mietrechtverfahren bereits kostenlos und diese konnten keinen nachweislichen Zuwachs von Streitigkeiten feststellen. Die JUSO Glarnerland unterstützt daher die Forderung des Mieterverbands einstimmig und ist sich sicher, dass daraus Vorteile für die Mieterschaft entstehen.
Der Memorialsantrag «Mundart im Kindergarten» wurde ohne grössere Diskussion einstimmig abgelehnt. Da es bereits jetzt so ist, dass die Lehrperson im Kindergarten nur zu einem Drittel der Unterrichtszeit Hochdeutsch spricht, und die Kinder frei wählen dürfen, wie sie sich unterhalten, ist dieser Antrag überflüssig und hat auch keine tatsächliche Verbesserungen von irgendwelchen Mängeln zum Ziel.
Besuch im Durchgangszentrum Rain
Der Besuch im Durchgangszentrum Rain wurde von allen Beteiligten als Erlebnis empfunden, bei welchem tiefsinnige Gespräche geführt werden konnten und welches bleibende Eindrücke hinterlassen hat. Wir wurden von allen Anwesenden herzlich empfangen und innert wenigen Minuten wurden offene Gespräche geführt. Wir wurde uns bewusst, mit wie vielen und mit welchen Sorgen sich die Asylsuchenden alles herumschlagen müssen. Neben den knappen finanziellen Mitteln, die zur Verfügung gestellt werden, waren vor allem die Suche nach Arbeit und die mangelnden Deutschkenntnisse ganz oben auf der Gesprächsliste. Alle wünschen sich mehr Deutschunterricht, damit sie sich schneller integrieren und eine Arbeit finden können. Ausserdem fühlen sich viele oft ausgegrenzt und diskriminiert. Da die JUSO Glarnerland keine Macht hat, ihre finanzielle Situation zu verändern und nichts gegen die herrschenden Arbeitsgesetze unternehmen kann, hat sie sich entschieden, beim Deutschunterricht anzusetzen. Wir erarbeiten ein Konzept, mit welchem wir uns für mehr Deutschunterricht für Asylanten einsetzten wollen, und welchem wir am diesjährigen Flüchtlingstag vorstellen möchten. Für Unterstützung in jeglicher Form bedankt sich die JUSO bereits im Vorhinein.
Leuzinger übergibt ACS-Steuer an Blumer



