119 Vorstandsjahre gewürdigt

An der Hauptversammlung der Glarner Offiziersgesellschaft am letzten Samstag in «Glarnerhof» wurden Präsident Hansjürg Riem, Klaus Jenny und Peter Marti aus dem Vorstand verabschiedet. Zusammen haben sie 119 Jahre in diesem Gremium geamtet. Im Anschluss gab Divisionär Christian Oppliger einen Einblick auf die Herausforderungen der Luftwaffe.



119 Vorstandsjahre gewürdigt

Für einmal stand an der Hauptversammlung der Glarner Offiziersgesellschaft weniger die militärischen Ehrengäste im Zentrum, sondern drei Personen aus dem Vorstand. Auf die diesjährige Sitzung haben neben dem Präsidenten Hansjürg Riem auch Klaus Jenny und Peter Marti ihren Rücktritt gegeben. Der neu gewählte Präsident Patrick Schrepfer rechnet bei seiner Würdigung die Amtsjahre zusammen. «Wenn ich richtig gezählt habe, komme ich auf total 119 Jahre. Eine stolze Zahl.» Auf 28 Jahre kommt dabei der scheidende Präsident Riem, der davon 16 als Präsident verbrachte. «So lange wie kein anderer in der GOG», meinte dazu Peter Marti, der selbst 35 Jahre in dem Gremium angehörte und es auch fast fünf Jahre präsidierte. Auf eine noch ganz andere Zahl konnte Klaus Jenny blicken, nämlich ganze 55 Jahre; wohl nicht nur in der Offiziersgesellschaft eine rekordverdächtige Zahl. Neben dem Wechsel im Präsidium wurde auch die Verjüngung im Vorstand «stabsmässig» bereits in den Vorjahren organisiert und die Nachfolger bereits in diesen Jahren in das Gremium gewählt.

«Die letzten Monaten haben die geopolitische Lage nochmals auf den Kopf gestellt», betonte Riem in seinem letzten Jahresbericht. Damit meinte er den Krieg zwischen dem Iran und den USA. Deshalb sei es noch wichtiger, dass die Schweiz ihre Verteidigung in die eigene Hand nimmt. «Auch in diesem Jahr stehen mehrere für die Schweizer Armee wichtige Abstimmung an. Wir müssen ihr hier unsere Unterstützung zeigen.»

Für Divisionär Christian Oppliger ist in seinem anschliessenden Referat der Faktor Zeit auch bei seiner Luftwaffe aktuell der wichtigste Faktor. «Wir müssen unsere Armee modern aufbauen und das nicht in Jahrzehnten, sondern am besten heute.» Dies gelte besonders für den Luftraum. «Gerade der Nahe Osten zeigt uns aktuell, wie wichtig die Verteidigung dieser Dimension ist.» Die Systeme in der Schweiz hätten hier entweder das Ende ihrer Einsatzzeit bereits erreicht oder stehen kurz davor. Zudem seien sie für die neuen Kriegsführung, zum Beispiel mit Drohnen, nicht ausgelegt. «Hier braucht es nicht nur die neuen Kampfjets, sondern effektive Boden-Luft-Abwehrsysteme.» Die Politik und die Bevölkerung müsse sich so stark wie noch nie für die Möglichkeiten aussprechen, damit die Schweizer Armee ihre vorgeschriebenen Aufgaben wirklich erfüllen kann.