20 Jahre und kein bisschen müde – die Sternsinger in Oberurnen

Vor 20 Jahren setzten sich ein paar Frauen zusammen und organisierten das Sternsingen in Oberurnen. Kleider wurden genäht, Kronen organisiert, Sterne angemalt, Lieder und Gedichte geübt und dann ging es von Haus zu Haus, damals noch mit den eigenen Kindern.




Es ist alles andere als selbstverständlich, dass in der heutigen, schnelllebigen Zeit ein solcher Brauch über 20 Jahre lang aufrechterhalten werden kann. Das zeugt von sehr hohem Engagement und der eigenen Identifikation mit dieser Aktion.

Ein herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle Vreni Jenny, die wie in den vergangenen Jahren auch dieses Jahr das Ganze organisierte. Daneben gilt der Dank auch allen freiwilligen Helferinnen und Helfern, die jeweils mitgeholfen haben, sei es beim Kochen des gemeinsamen Essens, bei der Herstellung der Kleider und Utensilien, beim Begleiten der kleinen Königinnen und Könige oder bei der Organisation des ganzen Anlasses. Und ein ebenso grosses Danke geht an die vielen Kinder, die in der Vergangenheit, aber auch dieses Jahr – notabene bei heftigem Schneegestöber – von Haus zu Haus gegangen sind und Geld gesammelt haben für Kinder auf dieser Welt, denen es nicht so gut geht.

Dieses Jahr lautet das Motto «Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit». Der Fokus liegt dabei auf Kindern mit einer Behinderung und deren Integration ins Alltagsleben. Besonders in Entwicklungs- und Schwellenländern ist der Alltag für diese Menschen nicht leicht. Oft leben sie in grosser Armut und werden nicht ihren Bedürfnissen entsprechend betreut. Am Beispielsland Peru erfuhren die Sternsingerinnen und Sternsinger, was es bedeutet, dort als Kind mit einer Behinderung aufzuwachsen. Laut offiziellen Schätzungen haben 165 Millionen Kinder weltweit eine Behinderung. Die eine Hälfte des eingenommenen Geldes wird für Projekte zugunsten dieser Kinder verwendet.

Die andere Hälfte des gesammelten Geldes kommt wie jedes Jahr den Projekten von Sr. Melanie Sabathy zugute. Sr. Melanie, in Oberurnen aufgewachsen, hat viele Jahre in Brasilien verbracht und dort eigene Hilfsprojekte für Kinder in Not ins Leben gerufen.