200. und letzte Mini-PV-Anlage geht in Glarus ans Netz – «Solarstrom für alle» erfolgreich abgeschlossen

Mit der Inbetriebnahme der 200. und letzten Mini-PV-Anlage hat KlimaGlarus.ch einen wichtigen Meilenstein erreicht. Die Jubiläumsanlage ging kürzlich in Glarus ans Netz und markiert zugleich den erfolgreichen Abschluss der Aktion «Solarstrom für alle».



Verein KlimaGlarus - Aktion Solarstrom für alle - Schönes Solarkraftwerk an einem schönen Holzhaus (Bilder: zvg)
Verein KlimaGlarus - Aktion Solarstrom für alle - Schönes Solarkraftwerk an einem schönen Holzhaus (Bilder: zvg)

Was als Pilotprojekt begann, entwickelte sich zu einem dezentralen Solarkraftwerk: Über 200 Mini-PV-Anlagen produzieren heute Strom genau dort, wo er gebraucht wird – direkt an der Steckdose. Dies entspricht einer PV-Anlage mit einer Leistung von rund 100 Kilowattpeak. Damit leisten die vielen Mini-PV-Anlagen einen konkreten Beitrag zur Energiewende im Alltag und entlasten gleichzeitig das Stromnetz.

Ein zentrales Element des Projekts ist die «Glarner Konsole», eine speziell entwickelte Montagelösung aus dem Glarnerland. Sie ermöglicht eine einfache Installation der Anlagen an Balkonen, Fassaden, Flachdächern oder im Garten und erhöht die Produktion von Solarstrom um bis zu 25 Prozent. Sie wurde in der Schätti AG Metallwarenfabrik in Schwanden produziert. Die Firma mit Thomas Schätti leistete damit einen massgeblichen Beitrag zum Erfolg der Aktion.

Entscheidend für die breite Umsetzung war zudem die Unterstützung der glarner energie, die das Projekt mit 100 Franken pro installierte Anlage förderte. Diese finanzielle Unterstützung senkte die Einstiegshürde für viele Haushalte und trug wesentlich zur hohen Beteiligung bei.

Die Aktion wurde von zahlreichen Freiwilligen getragen und von Partnern aus dem Kanton unterstützt. Sie zeigt exemplarisch, wie lokales Engagement, Innovation und Zusammenarbeit konkrete Lösungen für den Klimaschutz hervorbringen können.

Mit dem Abschluss von «Solarstrom für alle» blickt KlimaGlarus.ch auf ein Projekt zurück, das weit über den Kanton hinaus Beachtung fand und gleichzeitig im Glarnerland sichtbar wirkt.