2018 war für Pilzsammler das heisseste Jahr seit Menschengedenken

Mitglieder des Vereins für Pilzkunde Glarnerland hielten kürzlich im Restaurant Schützenhof in Näfels Rückschau auf das vergangene Vereinsjahr. Die Pilzsaison 2018 war geprägt von einem heissen, furztrockenen Sommer und einem nachfolgenden Herbst mit einem massenhaften Angebot von Pilzen. Highlights des Vereins waren die von Sammlern viel benutzte Pilzkontrollstelle, die Kooperation beim Projekt «Fryberg 18» mit der Naturforschenden Gesellschaft des Kantons Glarus sowie die jährlichen Exkursionen in und ausserhalb des Kantons.




Daniel Schlegel, Präsident und technischer Leiter des Vereins für Pilzkunde Glarnerland, zeigte sich erfreut über den Aufmarsch der Vereinsmitglieder zur Hauptversammlung im Restaurant Schützenhof in Näfels. Souverän und speditiv führte er durch die 13 Punkte umfassende Traktandenliste. Das Protokoll der letztjährigen Hauptversammlung, ausgezeichnet und ausführlich verfasst von Aktuarin Claudia Stombellini sowie die sauber und korrekt geführte Jahresrechnung 2018 von Kassier Peter Straub fanden die uneingeschränkte Zustimmung aller Anwesenden. Im Wahljahr 2019 stellt sich der Gesamtvorstand zur Wiederwahl.

VPKG-Präsident Schlegel noch bis 2020

Mit Akklamation wurden sämtliche Vorstandsmitglieder inklusive Präsident Schlegel für eine weitere Amtsdauer in globo wiedergewählt, allerdings mit der Einschränkung, dass Präsident Schlegel seine Amtszeit nicht beendigen wird und auf die Hauptversammlung 2020 hin seine Ämter zur Verfügung stellen wird. Bis dahin muss zwingend ein geeigneter Nachfolger oder eine Nachfolgerin gesucht werden. Leider musste der Verein den Hinschied ihres geschätzten Mitgliedes Röbi Krämer zur Kenntnis nehmen. Die Versammlung gedachte dem lieben Verstorbenen in einer Schweigeminute. Für 40 Jahre Vereinstreue ehrte die Versammlung Marie Luise Ziltener sowie die beiden Mitglieder Leo Friedrich und Heiri Schiesser für 20 Jahre Vereinstreue.

Späte Ernte wegen extrem heissem Sommer

Aus dem ausführlichen und interessanten Jahresbericht von VPKG-Präsident Schlegel konnte man entnehmen, dass das Jahr 2018 in die Annalen als eines der heissesten und trockensten seit Menschengedenken eingehen wird. So musste man deswegen seit Jahren wieder einmal einen Bestimmerabend ausfallen lassen, da die Wälder nicht nach Pilzen, dafür nach «Waldbrand» rochen. Ab Anfang September änderte sich aber alles zum Besseren. Massenhaftes Vorkommen von Steinpilzen entschädigten die Mykophagen für das bisher spärliche Pilzaufkommen. Insgesamt konnten von Vereinsmitgliedern im Jahre 2018 über 420 Arten Pilze registriert werden. Weitere Themen und Highlights waren das Projekt «Fryberg 18» von der Naturforschenden Gesellschaft des Kantons Glarus mit Beteiligung von VPKG-Mitgliedern, die zweitägige Pilzexkursion im Tessin sowie die Zusammenarbeit mit dem Kanton mit den Themen «Biodiversität und Waldökologie».

Pilzsammler freuen sich auf die Saison 2019

Die Saison 2019 steht kurz bevor und alle Pilzsammler hoffen natürlich auf eine reiche Ernte, immer vorausgesetzt, dass Wettermacher Petrus nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht, wie in den vergangenen Jahren. Vor allem die extrem heissen Monate Mai, Juni, Juli und August im vergangenen Jahr 2018 liessen die Pilzlerinnen und Pilzler in unseren Kanton mit leeren Körben heimgehen. Umso erfreulicher dann die Monate September und Oktober, wo es von Steinpilzen und anderen Sorten nur so wimmelte. Das bekam auch die Pilzkontrollstelle beim Vereinslokal in Netstal zu spüren.

Öffentliche Pilzkontrollstelle

Der Verein für Pilzkunde Glarnerland präsentiert seinen Mitgliedern auch in diesem Jahr ein tolles, vielseitiges Jahresprogramm. Selbstverständlich gehören die allseits beliebten Pilzbestimmer-Abende fix ins Programm. Weitere Angaben über den Verein für Pilzkunde Glarnerland können Interessierte auf der vereinseigenen Homepage unter http://www.vereinpilzkunde-glarnerland.ch abrufen. Neue Mitglieder sind herzlich willkommen.