30 Jahre Grüne

Die Grünen des Kantons Glarus nahmen ihren traditionellen Mitgliedertreff zum Anlass, ihr 30-jähriges Bestehen zu feiern. Co-Präsidentin Priska Müller Wahl begrüsste am sehr gut besuchten Treffen am vergangenen Freitag in Ennenda die schweizerische Parteipräsidentin Regula Rytz.




Die Nationalrätin zeigte sich in ihrem Grusswort aus Bern sehr angetan vom Kanton Glarus und der Landsgemeinde, welche sie auch schon besucht hatte. Gleich wie bei den Grünen sei an der Landsgemeinde die politische Auseinandersetzung nicht von populistischen Emotionen geprägt, sondern vom – zwar auch leidenschaftlichen – Austausch der besten Argumente, der dann zu zukunftsweisenden Lösungen führe. Grüne Initiativen seien (noch) nicht immer erfolgreich, die Argumente würden aber ihren Weg in die Mitte der Politik finden. Es ist und bleibt die Rolle der Grünen, sich auch als erfahrene Politiker und Politikerinnen für Pionierlösungen einzusetzen und Zukunftsthemen frühzeitig anzusprechen, selbst wenn sie noch lange nicht mehrheitsfähig sind. Regula Rytz war es auch nicht entgangen, dass die Glarner Kantonalpartei einen der schweizweit höchsten Wähleranteile hat, höher als in den Städten, mit denen man grüne Politik sonst gern assoziiert. Die Glarner Grünen würden es offensichtlich verstehen, mit ihrer Politik und ihrem Auftreten viele Leute anzusprechen.

Priska Müller Wahl erinnerte in ihrem Rückblick auf die Parteigeschichte an ernsthafte und heitere Begebenheiten. Sie zeigte auf, dass die Grünen nicht nur im Landrat, sondern auch in den Gemeindeexekutiven gut vertreten sind. Im 2016 waren die Grünen mit vielen Strassenaktionen, Podien, Flyern und Inseraten sehr aktiv und «nah bi dä Lüüt».

Kollegin Co-Präsidentin Regula N. Keller kündigte in ihrem Ausblick an, dass die Grünen auch im Jubiläumsjahr mit verschiedenen überraschenden Aktionen die Glarner Politik bewegen und bereichern möchten. Zudem werden sie im März an einer Retraite über ihre zukünftige Strategie beraten. Parteien seien in der heutigen Zeit stark gefordert, nicht nur die Tagespolitik zu pflegen, sondern verstärkt auch weitsichtig strategische Fragen anzugehen.

Eine Ad-hoc-Musikband brachte mit irischer Volksmusik die Gesellschaft erst recht in gute Stimmung. Für die leiblichen Genüsse sorgte wie immer ein Küchenteam, welches die von den Mitgliedern beigesteuerte leckere Pasta und das Dessertbuffet in nobler Manier auftischte.