40 Jahre Fridlibund – neue Perspektiven auf einen alten Heiligen im Anna-Göldi-Museum

Anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Glarner Fridlibundes fand am vergangenen Samstag im Auditorium des Anna-Göldi-Museums das Geschichtssymposium «Fridolin heute» statt. Der feierliche Anlass wurde von der Volkshochschule Glarus in Kooperation mit dem Museum als Beitrag zum Fridolin-Herbst 2026 organisiert.



40 Jahre Fridlibund – neue Perspektiven auf einen alten Heiligen im Anna-Göldi-Museum

Im Zentrum stand die Frage, wie die Figur des heiligen Fridolin aus heutiger Sicht neu betrachtet werden kann. Die aktuelle Geschichtsforschung eröffnet dabei insbesondere Perspektiven auf Fridolin als Wanderprediger und Migranten. Die Referenten und Referentinnen beleuchteten unterschiedliche Aspekte seiner Geschichte und Wirkungsgeschichte, ausgehend von Bad Säckingen.

Nach einem kurzweiligen Rückblick auf die 40-jährige Tätigkeit des 1986 gegründeten Fridlibundes durch den Präsidenten Fridolin Hauser Osterhazy, sprach die Historikerin Dr. Mechthild Pörnbacher über «Wanderschaft und Gottverlangen in der Vita des heiligen Fridolin und andern hagiografischen Quellen». Adelheid Lang, Betreuerin des Münsterarchivs Bad Säckingen, widmete sich den Fridolinsreliquien und ihrer Geschichte «früher – heute – künftig». Den Abschluss bildete der Vortrag des Historikers Prof. Beat Näf zum Thema «Fridolin heute».

Das Symposium bot damit nicht nur einen Einblick in die langjährige Fridolin-Forschung, sondern auch Gelegenheit, eine traditionsreiche Figur im Licht neuer historischer Fragestellungen zu betrachten. Der Veranstaltungsort, das Auditorium des Anna-Göldi-Museums, erwies sich dabei als passender Rahmen für die Auseinandersetzung mit Geschichte, Erinnerung und deren Bedeutung für die Gegenwart. Für das leibliche Wohl sorgten die «Neumann’s» aus Linthal mit einem wunderschön gestalteten Buffet.