50 Jahre Sernftalbahn Schwanden in eindrücklichen Bildern

Vor 50 Jahren fuhr die Sernftalbahn das letzte Mal von Schwanden nach Elm und wurde durch den heutigen Busbetrieb ersetzt. Viele interessante und spannende Aufnahmen von Heinrich Hämmerli erzählen in einer Ausstellung im Alterszentrum in Schwanden die Geschichte dieser Bahn.




Noch heute bedauern viele ältere Glarnerinnen und Glarner das «Sterben» ihrer Sernftalbahn. Wie Hämmerli in seiner Bilddokumentation eindrücklich zeigt, bestand damals 1969 keine andere Möglichkeit als die Bahn stillzulegen. Eine Bahn, welche während vielen Jahren die Bewohnerinnen und Bewohner tagtäglich vom «Chlytal» ins Grosstal zur Arbeit und am Abend wieder nach Hause beförderte. Selbstverständlich diente die Bahn auch zur Beförderung von wichtigen Gütern und Materialien für den täglichen Gebrauch und Rohstoffe für die wenigen Fabriken im Tal. Gleichzeitig wurden aber auch die eben in diesen Fabriken hergestellten Produkte zur Endstation nach Schwanden befördert. Die Bahn war bis 1969 eine wichtige «Lebensader» für das «Chlytal».

Viele Bilder in der Ausstellung von Heinrich Hämmerli im Alterszentrum in Schwanden dokumentieren diese Geschichten. Geschichten, welche er am vergangenen Donnerstag den Besuchern während einem Gang durch die Ausstellung mit grosser Leidenschaft erzählte. Immer wieder streute er persönliche Anekdoten ein oder beantwortete die Fragen der Besucher. Viele der gezeigten Aufnahmen hat Hämmerli persönlich «geschossen» oder erhielt diese von Freunden, aber auch von Leuten, welche ihm spontan Fotografien aus ihren Sammlungen schenkten. «So ist in den Jahren bei mir die Idee entstanden, diesen Fundus einmal der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.» Und welcher Ort ist dazu besser geeignet als das Alterszentrum, in dem sich noch viele der Bewohnerinnen und Bewohner an die Sernftalbahn erinnern und persönlich mit ihr gefahren sind, erzählte Hämmerli mit einem feinen Lächeln um dem Mundwinkel. «Dass meine Idee bei der Leitung sofort auf Zustimmung stiess, freut mich ganz besonders.»

Bis Ende August kann die sehr interessante Ausstellung täglich während der Öffnungszeiten der Cafeteria besichtigt werden. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.