75 Jahre Vereinigung Glarner Turnveteranen

In der Jubiläumsschrift «75 Jahre Glarner Kantonalturnverein» aus dem Jahre 1949 kann man über die Turnveteranen folgende Worte lesen: Nachdem schon vor mehr als 20 Jahren Ehrenmitglied Fritz Hirt die Bildung eines Kantonalen Turnveteranenbundes angeregt hatte, gründeten unter dem Vorsitz von Ehrenmitglied Georg Hefti am 18. Oktober 1942 an einer Versammlung im «Linthhof» in Schwanden und halbes Hundert ältere Turner die Turnveteranengruppe des Kantons Glarus. Die Obmannschaft wurde bestellt mit: Obmann Georg Hefti, Hätzingen, Aktuar Balthasar Trümpi, Ennenda, und Säckelmeister Felix Dürst, Ennenda.




Die Pflege der Turnkameradschaft, die Vertiefung der vaterländischen Gesinnung und die moralische Unterstützung der aktiven Turnerschaft wurde als die Aufgaben der Vereinigung bezeichnet, die sich ihre Satzungen gab und der Schweizerischen Turnveteranenvereinigung in der Form der Einzelmitgliedschaft beitrat.

Aus diesem Grunde wurde im Anschluss an die diesjährige statutarische Tagung im Gemeindezentrum Schwanden das 75-jährige Bestehen der Vereinigung im festlichen Rahmen gefeiert. Nach dem feinen Mittagessen eröffnete die Harmoniemusik Schwanden unter der Leitung von Jürg Hösli mit schmissigen Weisen den Festakt.

Obmann Kaspar Elmer blickte auf die vergangen 25 Jahre zurück und stellte dabei fest, dass der Versammlungsort der gleiche wie beim 50-Jahr-Jubiläum sei. Verschiedene Ereignisse, die von Aktuar Hans Winteler zusammengestellt wurden, lies er Revue passieren. Im Laufe der Jahre wurden Ortsgruppen gegründet und deren Obmänner einmal jährlich zusammengerufen. Die Ortsgruppen werben auch für Nachwuchs, indem sie die Turner, die das 50. Altersjahr hinter sich haben, anfragen, ob sie Mitglied werden wollen. Die Kameradschaft wird in den Ortsgruppen bei verschiedenen Anlässen gepflegt. Dank diesen hat der Mitgliederbestand stetig zugenommen und zählt heute 459 Turner. Bis ins Jahr 2008 tagte die Vereinigung am Sonntagnachmittag. Schon im Jahre 1993 wurde zum ersten Mal darüber abgestimmt, die Tagung auf den Samstagnachmittag zu verschieben. Dieser Antrag wurde mit grossem Mehr abgelehnt. 15 Jahre später wurde mit 136:18 Stimmen der Verschiebung der Tagung auf den Samstag zugestimmt. Immer wieder zu reden gaben die Finanzen. Diese stehen heute dank verschiedenen Sparmassnahmen auf einem soliden Fundament. Schon im Jahre 1996, nach dem Zusammenschluss des Kantonalturnvereins und dem Frauenturnverein zum Glarner Turnverband, fragten die Frauen an, ob sie sich bei den Turnveteranen integrieren dürften. Die Begeisterung schien sich in Grenzen zu halten und dies hat sich an der diesjährigen Versammlung bestätigt. So ist die Turnveteranenvereinigung noch heute wie eine Wiese ohne Blumen, wie der scheidende Obmann Werner Rhyner in seinem letzten Jahresbericht im Jahre 2011 zu den Frauen in den Vereinen bemerkte, denn ohne sie wäre das Turnen eben eine Wiese ohne Blumen. Noch viel gäbe es zu berichten über die vergangenen 25 Jahre. Die ausführlichen Informationen können in der entstehenden Festschrift nachgelesen werden.

Zum Abschluss des Rückblickes erklang wie beim letzten Jubiläum die erste Strophe des Schweizerpsalms.

Totenehrung

Mit den Worten «Ein Leben ist wie ein Tag, erwacht mit der Sonne und nimm dir Zeit für die Freunde, sonst nimmt Dir die Zeit die Freunde», leitete Kaspar Elmer zur Totenehrung über. Von zehn Kameraden musste im vergangenen Vereinsjahr Abschied genommen werden.

«Das Leben ist vergänglich, doch die Liebe und Erinnerung bleiben ewig».

Gratulationen

Der Reigen der Gratulanten eröffnete Landammann Rolf Widmer und überbrachte die Grüsse und guten Wünsche des Regierungsrates, gefolgt von Gemeindepräsident von Glarus Süd, Mathias Vögeli. Marcel Bösch, Präsident des Glarner Turnverbandes, überbrachte die Gratulation des Kantonalvorstandes und bemerkte, dass sich der Turnverband glücklich schätzen könne, dass es die Vereinigungen der Turnveteranen gebe, denn sie leisten einen grossen Beitrag an das Vereinsleben. Ernst Peter von den Zürcher Turnveteranen gratulierte im Namen der befreundeten Kantone Zürich, St. Gallen und Graubünden. Fridolin Beglinger, Obmann der Schwingveteranen, dankte für die Einladung und gratulierte im Namen der Schwinger zum Jubiläum, denn besondere Bande verbinden die Schwinger und Turner. Auch Alois Eberhard, Obmann der Eidgenössischen Turnveteranengruppe, liess es sich nicht nehmen, die guten Wünsche der «Eidgenossen» zu überbringen. Fritz Marti, Obmann der Ortsgruppe Schwanden, dankte allen Helferinnen und Helfern für die grosse Arbeit im Rahmen der Tagung. Diesem Dank schloss sich Obmann Kaspar Elmer an und mit den besten Wünschen an die Anwesenden für das kommende Jahr und dem Aufruf das Turnerlied anzustimmen, schloss er den Festakt.

Abschluss

Nicht fehlen durfte ganz zum Schluss eine turnerische Vorführung. Diese Aufgabe übernahmen unter der Leitung von Linda Orler die jungen Turnerinnen der Rhythmischen Sportgymnastik. Geschmeidig, beweglich, konzentriert und mit viel Einsatz zeigten sie ihr Können mit und ohne Handgeräte. Der Applaus der versammelten Turnveteranen war ihnen sicher.