8. «Adler Bräu»-Cup 2016

Wegen kältetechnischer Probleme in der Curlinghalle Glarus konnte nur auf zwei Rinks gespielt werden. Acht Teams lieferten sich in fünf Spielen einen spannenden Wettkampf. Souverän vom ersten Spiel an setzte sich das letztjährige Siegerteam Spälty mit Skip Darja Mann in Szene.




Ihr erster Gegner Interlaken kam nach Glarus, um die letztjährige Platzierung auf den hinteren Rängen vergessen zu machen. Der Start der Berner misslang jedoch. Einen besseren Einstieg hatten die Teams Flims mit Skip Micha Gurtner, das Team Glarus Schneider mit Skip Hansjörg Schneider und das Team vom MC Thun mit Skip Sergio Lunghi. All diese Teams starteten mit einem Sieg ins Turnier. Darja Mann mit ihrem Lead FrancoGlaus, Second Florian Spälty und Third Myriam Hösli setzten ihre Siege in Runde 2, 3 und 4 fort und qualifizierten sich als erste mit acht Punkten für die Finalrunde. Die direkten Verfolger Flims und Glarus Schneider buchten indes je eine Niederlage und einen Sieg. Thun musste sogar zwei Niederlagen einstecken. Besser erging es dem Team Interlaken mit Skip Hans-Peter Seiler, welcher sich mit zwei Siegen in die vordere Hälfte der Zwischenrangliste setzte. Zwei äusserst interessante Spiele dann in der vierten Runde, wo der zweite Finalteilnehmer ausgespielt wurde. Team Spälty wurde vom Team Flims gefordert, spielte schöne Steine vor und ins Haus und zwang die Glarner, welche in Flims spielen, vermehrt zu Take-outs, welche nicht immer wunschgemäss gelangen. Beim Stand von 3:2 im letzten End für Darja Mann, hatte Gurtner den Vorteil des letzten Steins zu mindestens einem Unentschieden. Gurtner entschied sich dann aber für einen schwierigen Stein, welcher zum Sieg hätte führen können. Der Wick mit Doppel-Take-out gelang leider nicht und somit war der Sieg und der Finaleinzug weg. Im anderen Spiel schien das Team Schneider gegen Interlaken nicht auf Touren zu kommen. Beim Stand von 5:2 für Interlaken im letzten End, patzten die Interlaker. Schneider lag vor seinem letzten Stein bereits mit drei Steinen Shot, spielte aber seinen letzten Stein zu kurz und konnte so den vierten nicht mehr buchen. Kuri Spörri von Interlaken hätte mit seinem letzten Stein die Niederlage noch abwenden können, aber der Stein wurde von einem Partikel auf dem Eis gebremst und erreichte das Ziel nicht. Die beiden Teams verzeichneten somit ein Unentschieden. Hansjörg Schneider mit seinem Lead Stefan Wirth, Second Ernst Hauser und Third René Kubli wies in der Rangliste fünf Punkte und zwölf Ends auf, genau gleich viel wie Interlaken, jedoch schrieb Schneider einen Stein mehr, welcher ihm den Finaleinzug brachte. Die letzte Runde wurde für ein Team zum ganz grossen Hit: Das neu formierte Team mit Skip Urs Guler, Third Karin Jacobs, Second Alex Abart und den zwei Probemitgliedern Michi Marti und Werner Lohner spielte sich mit zwei Siegen und zwei verlorenen Spielen in die letzte Runde. Dort trafen sie auf das stark spielende Team aus Interlaken. Die Neuen boten den erfahrenen Bernern Paroli und wehrten sich gegen eine Niederlage bis zum letzten Stein. Doch Interlaken brachte den Sieg nach Hause und durfte sich am 3. Schlussrang erfreuen.

Im effektiven Finalspiel trafen sich die beiden Glarner Teams Spälty und Schneider. Die vorher erspielten Punkte spielten hier keine Rolle mehr. Beide Teams spielten vorsichtig und lagen nach vier Ends punktgleich. Team Spälty konnte im 5. End zwei Steine buchen, Schneider musste für einen Sieg also mindestens drei Steine buchen. Es wurden nur deren zwei und nun musste ein Zusatzend über den Turniersieg entscheiden. In diesem verlor das Team Schneider total den Faden und musste sich von Team Spälty geschlagen geben. Verdienter Sieger zum zweiten Mal: Team Glarus Spälty.