«Alpenländer» kulinarisch und optisch erlebt

Der in diesem Jahr bereits zum 8. Mal in der Berufsschule in Ziegelbrücke durchgeführte Gastroevent stand unter dem Motto «Alpenländer». Ein Event und gleichzeitig ein Wettbewerb für das fachliche Können und die Leistung der zukünftigen Köchinnen und Köche sowie der Restaurationsfachfrauen und -männer. Fazit an diesem «ländlichen» Abend in der Mensa der Berufsschule: Um die Zukunft in der Gastro-Branche brauchen wir uns für den Nachwuchs zum Glück nicht zu sorgen, sie ist so gesehen und wie an diesem Abend erlebt, gesichert.



Die «Ouvertüre» dieses Abends, welcher die zahlreichen Gäste in die «Alpenländer» entführte, begann mit einem wahren Augenschmaus, einem Feuerwerk für die Sinne. Gegen 20 Festtafeln, geschmückt nach dem vorgegebenen Thema, waren von den angehenden Restaurationsfachfrauen/-männer nach dem Motto «Alpenländer» fantasievoll und variantenreich gestaltet. Dabei handelte es sich erst um den Beginn eines äusserst genussvollen Abends. Was den Gästen von den zukünftigen Köchinnen und Köchen anschliessend geboten wurde, war schlichtweg ein kulinarisches «Highlight».

Grenzenlose Fantasie

Die Möglichkeiten für die Dekoration der einzelnen Festtafeln waren durch das Motto sehr vielseitig, ja geradezu grenzenlos. Bereits beim Betreten der Mensa wurde man in die Welt der «Alpenländer» entführt. Jeder Tisch hatte eine eigene fantasievolle Geschichte oder ein eigener, ganz spezieller Blickwinkel, so zum Beispiel der Tisch mit dem Hirschgeweih oder der symbolisierten Seilbahn. Dies nur eine kleine Auswahl an Motiven, denn jeder der insgesamt 20 Tische war äusserst fantasievoll und mit grosser Begeisterung und Engagement dekoriert. Mit der aufwendigen Dekoration war aber die Arbeit der Lernenden an diesem Abend noch keineswegs beendet. An jedem Tisch hatten sie die Aufgabe, die Gäste an ihrem Tisch den ganzen Abend aufmerksam und unter den Augen der kritischen Juroren zu bewirten. Und dies auf jeden Fall in jeder Beziehung mit Erfolg. Wenn alle Lernenden diese Freundlichkeit und diese positive Ausstrahlung auch nach Abschluss der sicher erfolgreichen Prüfung weiter hinaustragen, müssen wir uns für die Zukunft in der Gastronomie und dem Tourismus in der Schweiz wenig Sorgen machen.

Angehende Köche sind auch kreative Künstler

Das Gesagte gilt aber auch für die angehenden Köchinnen und Köche, denn was diese Jugendlichen an diesem Abend hinzauberten, war schlichtweg ein Hochgenuss für das Auge und später auch für den Gaumen. Die fantasievolle, beim Vorspeisebuffet, mit der farblichen und dem Motto angepassten Vielfalt war überwältigend. «Wie soll ich mich hier überhaupt entscheiden, am liebsten würde ich von allem ein wenig nehmen», äusserte sich ein Gast fast verzweifelt. Nach einem ausgezeichneten Menü, gekocht von den erfolgreichen Glarner Köchen Hans Hauser und Hansruedi Kemmler, war aber noch nicht Schluss. Nur das anschliessende Dessertbuffet konnte diesen Abend noch toppen und erfolgreich abschliessen. Auch hier ein grossartiger Schmaus für das Auge und für den in der Zwischenzeit sicher verwöhnte Gaumen. «Direkt gefährlich, aber ich habe mich beim Abendessen wohlweislich etwas zurückgehalten», sicher ein kluger Entscheid bei der Vielfalt des Buffets.

 

Der stets beliebte Gastro-Event wurde auch dieses Jahr von OK-Präsident Urs Brotschi und seiner grossen Hilfe, Katrin Simon, bestens und erfolgreich gestaltet. Mit grossem Interesse verfolgten die Gäste den Vortrag von Meisterkoch und Buchautor Mario Garcia. Er sprach über seine Ziele, seine enorme persönliche Bereitschaft dieses Ziel und die kommenden Ziele zu erreichen. Das erklärte die zweite Referentin, Bettina Marti aus Matt, die mit dem Schweizer Juniorenteam an der Kocholympiade im kommenden Februar in Stuttgart teilnehmen wird. Bettina Marti ist auch Coach von Fritz Kamm, der in diesem Jahr als Sieger der Köche des 3. Lehrjahres auserkoren wurde. Beide arbeiten im Sportzentrum in Filzbach.