Es war eine eisige Bise, welche an diesem späten Samstagnachmittag durch das Buchholz wehte. Oder war es der Gast aus Herisau, welcher dazu beitrug, dass es zu dieser Bise kam? Auf jeden Fall waren es die Appenzeller, die von der Startminute weg auf das Tempo drückten. Allerdings machten es ihnen die Glarner auch einfach. Es war eklatant, fast grob fahrlässig, wie die Glarner Mannschaft, in der 1. Halbzeit den Ball an den Gegner abgab. Fehlpass reihte sich an Fehlpass. In der Vorwärtsbewegung wurde leichtsinnig der Ball verloren. In dieser Phase war Thomas Frei der beste Mann auf dem Buchholz-Rasen. Zuerst köpfte er einen Ball im Strafraum in Eckball (9. Min.), kurze Zeit später blieb Frei abermals Sieger, als er gerade noch einen Prellball von Kilic erneut in den Corner lenken konnte. War es nicht Frei, welcher retten konnte, so verdankte Glarus einen frühen Rückstand den Herisauer. Nach einem Eckball erwischten vier Appenzeller den Ball im Strafraum nicht. Doch das 0:1 nach 24 Minuten durch Laimbacher war zu diesem Zeitpunkt absolut verdient. Und es ging im gleichen Stile weiter, Looser schoss nach einer halben Stunde knapp am Glarner Gehäuse vorbei, und kurz vor dem Seitenwechsel konnte sich Jakupovic mit einer Glanzparade auszeichnen. Die beste Möglichkeit der Stadtglarner vergab Aykut Ugras, als er den Ball an die Latte schoss, nur war dies leider Abseits.
Zwei Lattentreffer zum Auftakt in der 2. Halbzeit
Auch nach dem warmen Pausentee startete Herisau besser. Durante schoss an die Latte, im Gegenzug köpfte Ugras ebenfalls an die mysteriöse Latte. Die Glarner waren nun gewillt endlich etwas für die Offensive zu tun und wurden zunehmend stärker. Leider fiel, erneut nach einem missratenen Spielaufbau, das zweite Tor für den FC Herisau. Wiederum war es Laimbacher, welcher sich in die Torschützenliste eintragen liess. Das Spiel schien nun entschieden. Der FC Glarus gab nicht auf und sowohl Herting als auch Zimmermann, Schlup und der in der Pause eingewechselte Thomas Schiesser, mittels Freistoss, erzeugten Gefahr vor Herisau-Keeper Schuler. Kurz vor Abpfiff konnte FCG-Torhüter Jakupovic mit einer weiteren mirakulösen Parade eine höhere Niederlage verhindern.
Stillstand gleich Rückschritt
Die Cescato-Elf kassierte abermals eine Niederlage, welche nicht unverdient war. Viel zu wenig wurde für die Offensive getan, defensiv hatte man den Gegner nach dem Seitenwechsel im Griff. Woran es in diesem Herbst hapert ist schwierig zu sagen. Die Glarner haben, wenn Vergleiche zur letzten Hinrunde gezogen werden, einen Rückschritt erlitten. Sowohl was die Anzahl Punkte beträgt als auch der Tabellenplatz. Allerdings ist noch gar nichts verloren und bereits gegen den nächsten Gegner (Sirnach) bietet sich dem Hauptstadtverein die Möglichkeit, die rote Laterne nicht nur abzugeben, sondern auch gleich dort zu lassen. Sicherlich muss und wird über den Winter hart gearbeitet werden müssen, wenn auch im Sommer 2011 weiterhin 2.-Liga-Fussball in Glarus angeboten werden soll.
FC Glarus – FC Herisau 0:2 (0:1)
Buchholz – 100 Zuschauer, SR: Murtaj Sulejman, Kreuzlingen
Tore: 24. Minute Laimbacher 0:1, 61. Minute Laimbacher 0:2
Glarus: Jakupovic; Müller, Cescato, S. Schiesser; Frei, Meuli, Herting, Schlup, Zimmermann, Conte (46 T. Schiesser); Ugras
Herisau: J. Schuler, S. Schuler, Ceka, Schmid; Beciri, Ferati, (85 Demirci) Looser, Laimbacher (83 Höhener), Follador; Kilic (62 Teixeira), Durante
Bemerkungen: Glarus ohne Caduff, Caetano, Picirillo, Russo (alle verletzt).
Hermann Hubers grosses Festkonzert



