Ära Landolt geht in der lintharena zu Ende

Nach 30 Jahren im Verwaltungsrat und davon 26 Jahre als Präsident hat Peter Landolt auf die GV 2015 seinen Rücktritt eingereicht. Zu seinem Nachfolger wurde Adrian Hager gewählt. Ausserdem musste an der 42. über ein unerfreuliches Geschäftsjahr berichtet werden.



Peter Landolt hat als Verwaltungsrat und als Präsident fast auf den Tag genau 30 Jahre die lintharena geleitet und somit stark mitgeprägt. VR Peter Gallati als langjähriger Weggefährte würdigte die Verdienste des Scheidenden. Landolts Meisterstück war wohl die Gesamtsanierung der Anlage. Damals konnte er sieben sgu-Gemeinden, die Landsgemeinde, die Parlamente von Glarus und St. Gallen sowie den Bund für das 31-Millionen-Projek gewinnen. «Es war vor allem eine missionarische Überzeugungsarbeit», sagte Gallati. Ende 2005 konnte die neue und erweiterte lintharena sgu in Betrieb genommen werden. «Peter Landolt hat die lintharena massgeblich mitgestaltet», meinte Gallati abschliessend. Die Versammlung honorierte diesen Einsatz mit einem langanhaltenden Applaus. Und als Kaspar Elmer den Antrag machte, Landolt zum Ehrenpräsidenten zu ernennen, bekräftigte dies die Versammlung mit einer Standing Ovations.

Ebenfalls zurück traten die Verwaltungsräte Philipp Auf der Maur und Fridolin Staub. Die Versammlung war einverstanden, im Moment auf eine Ersatzwahl zu verzichten. Das Amt des Finanzchefs übernimmt der bisherige VR Andreas Schiesser. Als neuer VR-Präsident wurde Adrian Hager aus Niederurnen gewählt. Dieser versprach, sich nach bestem Wissen und Gewissen für die lintharena einzusetzen, getreu dem Leitspruch «Hier passiert‘s». Denn: «Als Institution ist sie im Kanton Glarus nicht mehr wegzudenken.»

Schwierige Situation

Nach dem Blick in die weitere Vergangenheit konzentrierte sich der Blick an der Generalversammlung auf das vergangene Geschäftsjahr. «Vor allem aus personeller Sicht war es ein schwieriges Jahr», meinte Peter Landolt. So musste der neue Geschäftsführer Daniel Brunner aus gesundheitlichen Gründen nach nur drei Monaten zurücktreten. Mit Oliver Galliker konnte zwar ein bekanntes Gesicht für die Nachfolge gefunden werden. In der zwwischen Zeit musste aber Landolt selber die Tätigkeit ad interim ausüben. Der Betriebsverlust im vergangenen Jahr beträgt rund 333 500 Franken, woraus nach Einnahmen aus der Leistungsvereinbarung schliesslich ein Unternehmungsverlust von rund 197 000 Franken resultiert. Zum ersten Mal seit Jahren ist auch der Betriebsgewinn im Restaurant mit minus 156 000 Franken massiv gesunken. Auch in den Bereichen Sport und Verwaltung mussten Verluste hingenommen werden. Die Zahlen für das 2014 seien unerfreulich ausgefallen, erklärte Finanzchef Filipp Auf der Maur an der GV. «Das dringendste Problem ist jedoch die fehlende Liquidität», fuhr er fort. Hier müsse schnellstmöglich eine Lösung gefunden werden.

Landolt kam auch auf verschiedene Projekte zu sprechen, an denen intensiv gearbeitet und die teilweise umgesetzt worden sind. Erwähnt sei hier die grösste hybride Solaranlage der Region, die auf dem Dach installiert wurde und die Strom als auch Wärme erzeugen kann. Der Verein Kletteranlagen Linthgebiet (VKL) arbeitet zudem intensiv am Projekt einer neuen Boulderhalle auf dem Areal der lintharena.

Sanierungen stehen an

Der scheidende VR-Präsident machte abschliessend auf grössere Sanierungen aufmerksam, die in nächster Zeit anstehen. So wurde das Hallenbad bei der letzten Grosserneuerung nicht saniert und muss nach 40 Jahren dringend erneuert werden, was mehrere Millionen kosten wird. Geschäftsführer Oliver Galliker möchte nach dem schwierigen 2014 den Fokus in die Zukunft richten und stellte das neue Kaderteam vor. So wirkt seit März 2015 Fabian Noser als Leiter Gastronomie und Events. Daniel Frey ist für den Bereich Infrastruktur, Technik und Sport und Monika Conzett als Leiterin der Rezeption zuständig. Dazu gehören weiterhin Marina Gustin, Leiterin Finanzen/Personal und Küchenchef Stephan Kofel.