Aktive Sommersaison im Welterbe Sardona

Dank innovativer neuer Angebote blicken die Verantwortlichen des UNESCO-Welterbes Tektonikarena Sardona auf eine erfolgreiche Sommersaison zurück. Die Welterbe-Geschäftsstelle vermeldet vermehrte Aktivitäten und Kooperationen im Bildungsbereich, die Eröffnung touristischer Attraktionen sowie eine gestärkte Aufmerksamkeit seitens der lokalen Bevölkerung und den touristischen Leistungsträgern.



Neue Welterbe-Highlights in allen Regionen

Im Laufe des Sommers wurden in allen drei Kantonen St. Gallen, Graubünden und Glarus neue Angebote feierlich eingeweiht. So beispielsweise auf Aeugsten (Ennenda bei Glarus) der Fessis-Rundweg, Informationsstelen und Eintrittsschwellen ins Welterbe. Auch die Tschinglenbahn wurde aufgewertet: Die Seilbahnstation zeigt sich in den Welterbe-Farben, Informationstafeln sind platziert und auf der Bahnfahrt stimmt eine Geschichte ins Thema ein. Der Betriebsleiter Heinz Brühwiler ist erfreut über die positiven Effekte, die vom Welterbe Sardona auf den Tourismus ausstrahlen: «Wir hatten die beste Saison seit acht Jahren und dies trotz des schlechten Vorsommerwetters. Das Interesse für die Tektonikarena Sardona nimmt stetig zu und die Aufwertungen sind bei den Gästen gut angekommen. Die Umsetzung verlief erfolgreich, auch dank der Unterstützung der Welterbe-Geschäftsstelle und der Projektleiterin des NRP-Projektes Felicia Montalta.»

Im Sarganserland wird die GeoGalerie am Flumserberg rege begangen, wie Rolf Blumer, Leiter der Infostelle Flumserberg ausführt: «Die interaktiven Stationen der GeoGalerie sind bei Jung und Alt sehr beliebt. Der sanierte Wanderweg zur Spitzmeilenhütte, die einen sehr guten Sommer verzeichnete, wurde von den Schweizer Wanderwegen als familienfreundlich ausgezeichnet. Bei der Wegführung wurde speziell darauf geachtet, den Weg aus dem Hochmoor an den Rand zu verlegen, um die Natur zu schonen.». Auch der neue Pizol-Panorama-Höhenweg zwischen Pizolhütte und Laufböden wird sehr gelobt. Er bietet Aus- und Rundsichten, die bisher nicht zu sehen waren. «Wir hatten ein riesiges Echo und dank des milden Herbstwetters liessen wir die Bahnen sogar um zwei Wochen länger in Betrieb. So genossen noch mehr Gäste die einzigartigen Einblicke in das UNESCO-Welterbe Tektonikarena Sardona», meint Klaus Nussbaumer, CEO der Pizolbahnen.

Der im Juli in Flims eröffnete Besucherpavillon bei der Segneshütte wurde zum Besuchermagneten für Gruppen und Familien. Er ist das Ergebnis der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen der Projektleitung «Sardona-plus», der Destination Flims Laax Falera und der Welterbe-Geschäftsstelle, wie Marc Woodtli, Projektleiter und Produktmanager bei Flims Laax Falera begeistert feststellt: «In Rekordzeit wurde koordiniert, die Inhalte erarbeitet, grafisch umgesetzt und produziert. Daraus entstand eine spannende Zeitreise zur Gebirgsbildung, zur Forschungsgeschichte und zum Flimser Bergsturz, die sehr gut besucht war. An den Wochenenden informierten GeoGuides Sardona die Gäste zusätzlich. Das neue Angebot in Kombination mit dem erstmaligen Sommerbetrieb der Graubergbahn führte zu einer deutlichen Frequenzsteigerung am Berg und in der Gastronomie», lautet sein Fazit.

Bildungsprojekte mit Kindern im Fokus


Dass das Welterbe Sardona auch in der Schule grossen Anklang findet, zeigten die Tests, die erstmals mit neuen Schulmaterialien durchgeführt wurden. Die persönlichen Briefe der Kinder zeigen, dass sie sie das Thema begeisterte und sie Gesteine jetzt mit anderen Augen betrachten.

Dank der Mitgliedschaft im Verein Bündner Pärke wurden in einem Kooperationsprojekt mit dem Parc Ela Unterlagen für Leiterinnen des Kinderprogramms «Parc Ela Schlaufüchse» entwickelt und anlässlich eines Workshops eingeführt. Dazu Otmar Graf, Projektpartner beim Parc Ela: «Über 200 Kinder von Feriengästen haben in den Sommer- und Herbstferien einen Einblick in die vielfältige Welt der Geologie erhalten. Wir werden nun die Erkenntnisse aus dieser Zusammenarbeit im Bereich Bildung für weitere Projekte und Zielgruppen nutzen.»

Isländer wollen Sardona-Weltrekord brechen


Erstmals fanden in der ganzen Schweiz die Welterbe-Tage statt. Die Tektonikarena Sardona war am gemeinsamen Anlass in Bern präsent und bot in Chur ein attraktives Programm mit Weltrekordversuch im Steinmannli-Bauen, Führungen und spielerischen Aktivitäten. Welterbe-Projektleiter Patric Collet zum Welterbe-Tag in Chur: «Mit viel Elan wurden trotz misslichem Wetter 452 Steinmannli gebaut. Und obwohl eine Aufnahme ins Guinness-Buch der Rekorde noch nicht feststeht, wollen gemäss einer Anfrage aus Island die dortigen Tourismusverantwortlichen bereits versuchen, diesen Rekord zu brechen.»

Hüttenübernachtungen sehr beliebt


Eine Hüttenübernachtung im Welterbe Sardona ist immer ein besonderes Erlebnis. In ihrem 20. Jubiläumsjahr als Hüttenwartin der Sardonahütte äussert sich Helen Jäger sehr zufrieden über die vergangene Saison: «Wir konnten in den letzten Jahren die Übernachtungszahlen kontinuierlich steigern und haben sogar den letzten sehr guten Sommer übertroffen. Bei unseren Gästen ist der Sardona-Welterbe-Weg nach wie vor sehr beliebt und wird viel begangen.» Auch Ueli Forrer, Wirt der Alp Siez, ist mit der Sommersaison zufrieden. «Bei uns übernachteten sogar Gäste aus Neuseeland, Kenia, Amerika, Frankreich und Italien. Viele von ihnen erwandern die Via Geo Alpina, die das Welterbe Sardona durchquert.»

GeoGuides Sardona


Die GeoGuides Sardona haben im laufenden Jahr nicht nur eigene Führungen durchgeführt, sie waren auch immer wieder an Veranstaltungen, Messen und bei speziellen Angeboten von Tourismusdestinationen präsent. Mit der steigenden Bekanntheit interessieren sich immer mehr internationale Gäste für das Welterbe Sardona. Selbst eine Gruppe Studierender der Rissho Universität aus Japan genoss einen Tag in Begleitung von kompetenten GeoGuides Sardona. Und Teilnehmende der internationalen ECLAS-Konferenz, die im September an der Hochschule Rapperswil stattfand, besuchten die Tektonikarena Sardona.