Alle Karten im Blick

Eine eigene Jass-Meisterschaft im Kanton Glarus zu etablieren, dies war vor einigen Jahren die Motivation für die Gründung des Vereins Jassclub Tödi. Denn vor 2007 mussten begeisterte Jasser für ein Turnier immer in die benachbarten Kantone reisen.



Gründer der ersten Stunde und immer noch dabei sind Mathias Zopfi (Präsident) und Thomas Vögeli (Vizepräsident).

Glarner Jassmeisterschaft als Höhepunkt des Vereinsjahres


Der Jassclub Tödi hat mittlerweile gut 70 Mitglieder und ein attraktives Jahresprogramm. Alle zwei Monate werden interne Turniere ausgetragen, zudem gibt es eine Vereinsreise. Auch fahren die Spieler gelegentlich an andere Jassmeisterschaften, wie dieses Jahr nach Mels. Doch der Höhepunkt des Vereinsjahres ist die jährlich im März stattfindende Glarner Jassmeisterschaft, die sich innerhalb weniger Jahre fest etabliert hat und nicht selten mit mehr als hundert Spielern für volle Austragungslokale sorgt.

«Die Arbeit ist auf mehreren Schultern verteilt», berichtet Thomas Vögeli, denn ohne ein gut funktionierendes OK wäre die Durchführung eines Anlasses dieser Grösse nicht möglich. Zumal sich dann im März die Arbeit auf wenige Tage konzentriert und die Anwesenheit der Vorstandsmitglieder erfordert. «Für uns ist es eine stressige Zeit, manche nehmen sogar extra Urlaub dafür, aber danach gehen alle Organisatoren so richtig feiern», so der Vizepräsident des Vereins. Aber auch Zopfi unterstreicht immer wieder, wie alle Helfer mit anpacken und so für einen reibungslosen Ablauf sorgen.

Viele tolle Preise und ein faires Spiel


Es gehe letzten Endes «nur» um ein Spiel, weshalb vor jeder Meisterschaft die Jasser angehalten werden, sich fair gegenüber den Mitspielern zu verhalten. «Es gibt immer wieder einige bösartige Kommentare, aber zum Glück gab es keinen Spielverweis», reflektiert Vögeli das letzte Turnier. Doch die vielen grosszügigen Preise der Sponsoren sind natürlich schon ein Anreiz, sich möglichst weit auf die vorderen Ränge zu spielen.

22 Chancen gab es in diesem Jahr, sich für das Finale zu qualifizieren. Wie Vögeli berichtet, war der älteste Mitspieler 94 Jahre und der jüngste Teilnehmer 14 Jahre alt. Vor allem kommen viele Stammspieler und die meisten, die schon einmal gewonnen haben, aber auch Neulinge konnten die Organisatoren mit einem Praliné begrüssen. Auffallend sei auch, dass immer mehr Nichtglarner am Turnier teilnehmen, was ebenfalls für die Etablierung dieses Anlasses spricht. «Wir sind immer wieder erstaunt, wie viele Leute kommen, das haben wir schon nicht erwartet», stellt Zopfi fest. Mit insgesamt 1252 Teilnahmen und 176 Finalisten kann schon von einem Rekord gesprochen werden.

Neue Mitglieder sind im Verein Jassclub Tödi herzlich willkommen. Hierfür muss man kein Profi sein, sondern einfach Freude an dem Traditions-Kartenspiel mitbringen.

Mehr Informationen und das Jahresprogramm unter www.jctoedi.ch