Alles im Fluss, und dies im doppelten Sinne

Die Elemente haben sich im Glarnerland für einmal zurückgehalten, die Flüsse blieben in ihren Betten. Dies hat zu guten Ergebnissen der Versicherungsrechnungen der glarnerSach 2013 beigetragen. Mit der Teilrevision des Brandschutzgesetzes wurde nach dem Sachversicherungsgesetz 2010 auch diese gesetzliche Grundlage aktualisiert. Die glarnerSach ist mit einer neuen Strategie in Bewegung, quasi im Fluss.



Vorsitzender der Geschäftsleitung. Hansjörg Hefti
Vorsitzender der Geschäftsleitung. Hansjörg Hefti

Anlässlich der Präsentation des Geschäftsberichtes 2013 betonte Hansueli Leisinger, Vorsitzender der Geschäftsleitung, dass die wirkungsvolle Verhütung und Bekämpfung von Feuer- und Elementarschäden die Grundlage für den langfristigen Erfolg der beiden Versicherungsbereiche sei. «Während die Erfolge des Brandschutzes und der Brandbekämpfung durch die Feuerwehren in der langjährigen Schadenkurve deutlich zu erkennen sind, steigen die Elementarschäden welt- und schweizweit an.» Auch wenn das Glarnerland von Umweltkatastrophen einmal mehr verschont blieb, gelte es, die Bemühungen in der Elementarschadenverhütung fortzusetzen und zu intensivieren.

Rabatt für die Gebäudeversicherten


Die Gebäudeversicherung im Monopol kann auf ein hervorragendes Schadenjahr zurückblicken. «Dies hat es möglich gemacht», so Leisinger, «dass allen Versicherten erneut ein Teil der Prämien zurückerstattet werden konnte.» Bei 20 Prozent Prämienrabatt auf den Jahresprämien von 2014 konnten die Versicherten von insgesamt 1,4 Millionen Franken profitieren. «Dass es auch anders sein kann, zeigt das aktuelle Geschäftsjahr im Ansatz. Bereits im März liegen die Feuerschäden deutlich über dem Total des Vorjahres.»

Frischer Wind im Wettbewerb


«Marco Stübi ist am 1. Juli motiviert und mit einem reichen Erfahrungsschatz im Versicherungswesen als neuer Bereichsleiter Versicherung gestartet. Sein Auftrag ist klar: Er soll die Versicherung im Wettbewerb zu neuen Erfolgen führen, die Marktposition im Glarnerland stärken und die Produktpalette sukzessive erneuern», definierte Leisinger dessen Aufgabenbereich. Die Ausgangslage ist ausgezeichnet, die Versicherung im Wettbewerb ist Marktführerin in Sachversicherungen im Glarnerland und steht auf finanziell gesunden Beinen. Auch das Prämienwachstum von 3,3 Prozent gibt Anlass zur Freude.

Sicherheit vor Rendite


Seit Jahren leisten die Finanzanlagen einen nicht unbedeutenden Beitrag an die Jahresergebnisse. Mit durchschnittlich 2,6 Prozent Rendite fallen diese im Vergleich mit anderen Institutionen für einmal etwas tiefer aus. «Der Verwaltungsrat hat im Umfeld der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten eine Strategie der Sicherheit gewählt und den Erhalt der Reserven und Rückstellungen vor das absolute Renditeziel gestellt.» Leisinger wies dabei darauf hin, dass immerhin die Durschnittrendite von 3,6 Prozent über die letzten zehn Jahre sich sehen lassen dürfe.

Schadenverlauf 2013


Ohne wirkliche Grosschadenereignisse liegt die Gesamtschadenbilanz mit knapp 3,9 Millionen Franken um fast eine Million unter dem Vorjahreswert. «Dieses erfreuliche Ergebnis ist in der zehnjährigen Schadenstatistik in der besseren Hälfte angesiedelt. Die bis Ende Jahr gemeldeten 1060 Schadenfälle liegen gut 400 Schadenmeldungen unter dem Vorjahr», erklärte Hansjörg Hefti, Leiter Bereich Dienste.

«Bei der Gebäudeversicherung im Monopol liegen die Feuerschäden mit 1,15 Millionen Franken Schadensumme aus knapp 100 gemeldeten Fällen praktisch auf Vorjahresniveau.» Gemäss Hefti hätten sich die grössten im Oktober in der Arbeiterunterkunft Reitimatt im Tierfehd in Linthal ereignet. Für zahlreiche Schäden sei ein Sturm mit starker Blitztätigkeit im Gebiet von Mollis in einer Nacht Anfang Juni verantwortlich gewesen. «Im dritten aufeinanderfolgenden Jahr konnte über die Weihnachtsfeiertage eine makellose Feuerschadenbilanz registriert werden», stellte Hefti erfreut fest.

«Bei den Elementarschäden kann das beste Ergebnis seit 2007 verbucht werden. Die Schadensumme von 470 000 Franken liegt bei lediglich 60 Prozent des budgetierten Wertes.» Gemäss Hefti widerspiegeln 260 gemeldete Fälle das Bild eines ereignisarmen Jahres.

Die Schadensumme bei der Versicherung im Wettbewerb liegt mit 2,2 Millionen Franken unter den langjährigen Mittelwerten und den budgetierten Zahlen, ist aber unter Berücksichtigung der weitgehend ausgebliebenen Naturereignisse dennoch als hoch zu bezeichnen. «Mitverantwortlich für die hohe Schadensumme ist der Brand einer Transformatorenstation in Mollis als Folge eines Blitzschlages.» Leider sei der zunehmende Trend von Einbruchdiebstählen mit einer klaren Zunahme im Berichtsjahr hinzunehmen, bemerkte Hefti am Schluss seiner Ausführungen.