ALO-Projekte unter neuer Leitung

Anfang August hat Brigitte Baumgartner die Leitung der kirchlichen Arbeitslosenprojekte ALO-Treff und ALO-Job übernommen. Wichtig ist ihr vor allem die Niederschwelligkeit der Angebote für ausgesteuerte erwerbslose Menschen.



Brigitte Baumgartner leitet seit Anfang August die kirchlichen Arbeitslosenprojekte ALO-Treff und ALO-Job in Schwanden. (Bild: mb.)
Brigitte Baumgartner leitet seit Anfang August die kirchlichen Arbeitslosenprojekte ALO-Treff und ALO-Job in Schwanden. (Bild: mb.)

Brigitte Baumgartner aus Schwanden war vor ihrem ALO-Stellenantritt als stellvertretende Leiterin in einem Haus für Mutter und Kind in der Nähe von St. Gallen tätig. Seit einem Jahr bildet sie sich im Kaufmännischen Weiterbildungszentrum St. Gallen in Coaching weiter, was sie bewogen hat, nach einer neuen Herausforderung zu suchen.
Die Arbeit in den niederschwelligen Arbeitslosenprojekten an der Mühlestrasse 27 in Schwanden gefällt ihr: «Ich bin Ansprechpartnerin und Begleiterin für Menschen in schwierigen Lebenslagen. Wichtig ist mir, gemeinsam mit den Hilfe Suchenden Perspektiven aufzuzeigen und gangbare Wege zu suchen.» Auch die Vernetzung mit anderen involvierten Stellen erachtet sie als vordringlich. Sie plant zudem den Zugang zum Internet für die ausgesteuerten erwerbslosen Menschen, damit diese gezielt Stellenangebote suchen können. Dies soll künftig am Montagnachmittag und Mittwochvormittag möglich sein.

Hilfe zur Selbsthilfe

Die ALO-Projekte leisten Unterstützung im Sinne einer Hilfe zur Selbsthilfe. Der vor 15 Jahren ins Leben gerufene ALO-Treff bietet jeden Donnerstagnachmittag einen Treffpunkt für erwerbslose und ausgesteuerte Menschen an. Die Gruppe ist in der Zwischenzeit so gross geworden, dass es nicht nur um Gespräche geht, sondern vor allem auch um gemeinsame Aktivitäten. Zudem können die erwerbslosen Personen auf Voranmeldung die Informations- und Beratungsstelle nutzen. «Manchmal nützt es schon, wenn jemand einfach zuhört oder auf andere Stellen aufmerksam macht», sagt Baumgartner.
Der ALO-Job vermittelt seit 1997 unkompliziert stunden-, tage- oder wochenweise Arbeit an ausgesteuerte und erwerbslose Menschen. Gelegentliche Arbeitseinsätze wirken sich auf die Mitarbeitenden sehr positiv aus: Sie dürfen zeigen, welche Fähigkeiten in ihnen stecken, erhalten eine minimale Tagesstruktur, bekommen eine sinnvolle Beschäftigung und können neue Kontakte knüpfen, wodurch ihr Selbstbewusstsein gestärkt wird. Das Projekt existiert dank der Jobangebote von Privaten, Firmen und Geschäften.
Flicken, Gartenarbeiten, Bügeln oder Reinigungsarbeiten sind Einsätze, die häufig vermittelt werden. «Wir helfen, wenn kurzfristig Arbeiten anfallen. Allerdings muss der Einsatz mindestens vier Stunden dauern, wenn er nicht regelmässig geleistet wird. Und wir sind auch immer wieder offen für Neues», so die Stellenleiterin.