Alpini-Chor aus Feltre singt im Glarnerland

Ein spezieller Chor wird die Beiträge des 1. Glarner Chorfestivals bereichern: Claudia Faoro-Hauser, die vor vier Jahren mit ihrem Mann nach Italien auswanderte, ist es gelungen, ihn für das Mitmachen zu gewinnen. Es ist der Alpini-Chor aus Feltre, der aus 25 Sängern besteht.




Am 8./9. Juni werden 21 Chöre vor allem in der Fridolinskirche auftreten: Jodelchöre, Pop- und Rockchöre, Gospel-, Klassik-, Schlager- sowie kirchliche Chöre treten im 20-Minuten-Takt auf. Mit dabei ist ein ganz spezieller Chor, bestehend aus fünf ersten Tenor-, sechs zweiten Tenor-, sieben Bariton- und ebenso vielen Bass-Stimmen. Der Chor singt Volkslieder, Alpini- und Kirchenlieder in Italienisch, Französisch und Deutsch.

Viele Emigranten als Zuhörer

Die Glarnerin Claudia Faoro-Hauser lebte bis vor vier Jahren im Glarnerland. Dann liess sie sich zusammen mit ihrem Mann Angelo in Feltre, in der Provinz Belluno, nieder. Der 1974 gegründete Chor ist viel unterwegs, die Glarnerin singt nicht mit, aber organisiert und übersetzt und reist je nach Destination mit – so am 8./9. Juni auch ins Glarnerland. Der Alpini-Chor nahm schon an zahlreichen Konzerten teil. Unter anderem beim Konzert «Venezia in Coro» und in Mailand im Theater «Giuseppe Verdi». Weitere Auftritte hatte er in Österreich, in Deutschland und auch in Luxemburg. Zum Publikum gehören auch immer viele Emigranten, die in anderen Ländern leben. Und 2010 war der Chor sogar in Uruguay und in Argentinien zu Gast – sehr zur Freude der vielen Emigranten aus Belluno, die seit Jahrzehnten weit weg von ihrer Heimat leben.

Vielfalt der Chor-Kultur aufzeigen

Das letzte Gross-Ereignis war die Teilnahme am «Internationalen Chorfestival» im Pustertal im Juni 2012. An diesem Festival nahmen über 90 Chöre aus aller Welt teil: aus Australien, Südamerika, aus den USA, China, Südafrika oder Russland.

In der Provinz Belluno bringt der Chor während des Jahres auch viel Freude in Altersheime und Spitäler. Es gibt ausserdem eine CD mit den bekanntesten Liedern. Die Sänger freuen sich darauf, in Glarus inmitten der anderen Chöre mitsingen zu dürfen und hoffen auf möglichst viele Zuhörer: Die Vielfalt der Chor-Kultur wird so zum Tragen kommen.