Alt Bundesrat Schneider-Ammann blickt in hochstehende Glarner Projekte

Im Vorfeld der Hauptversammlung der Glarner Handelskammer (GLHK) besuchte der Referant und alt Bundesrat Johann Schneider-Ammann in Begleitung von Landesstatthalterin Marianne Lienhard, Regierungsrat Benjamin Mühlemann sowie

GLHK-Vorstandsmitgliedern zwei „Leuchttürme“ im Glarnerland.

 



Alt Bundesrat Johann Schneider-Ammann hat sich während seiner Amtszeit stets für die Bildung und dabei vor allem den Dualen Bildungsweg in der Schweiz eingesetzt. Mit Freude konnte er da am letzten Dienstag die proaktiven Bestrebungen bei der Firma Sauter-Bachmann AG  in Netstal betrachten. Das Glarner Hightech-Unternehmen produziert unter anderem hochpräzise Zahnräder und Getriebe für Züge, Flugzeuge und sogar für Weltraumraketen. „Qualifizierte Fachkräfte sind für uns das A und O. Aus diesem Grund bilden wir in unserem Unternehmen rund 20 Lehrlinge selber aus,“ erklärte  dazu Martin Sauter, bei der Vorstellung seiner Firma. Schneider-Ammann lobte, dass hier den Jungen der Einstieg und Perspektiven für die berufliche Zukunft geboten werden. Zwar arbeiten und lernen die Jugendlichen in einem separaten Bereich der Produktion, sie seien aber trotzdem ein wichtiger Teil vom Ganzen.  Wie Sauter weiter ausführte werden die von ihnen hergestellten Teile auch wirklich in den Produkten von Sauter Bachmann verwendet. Zudem werden die Lehrlinge ermuntert, sich an beruflichen Wettbewerben wie zum Beispiel den Swissskills zu messen. Oder eben bei einem ganz  speziellen Projekt der Kantonsschule aktiv teilzunehmen.

Der zweite Besuch von alt Bundesrat Schneider-Ammann galt anschliessend  nämlich  dem Projekt „6417 Fridolins Robotik“. Das Team aus Kantonsschülern und Lehrlingen ist gerade vor wenigen Wochen von einem internationalen Wettkampf für Robotertechnik  in den Vereinigten Staaten zurückgekehrt. Vor drei Jahren war das Team der Kantonsschule Glarus das erste Team aus der Schweiz das erstmals an diesem speziellen Wettbewerb teilnahm. Und bis heute sind nur weitere zwei einheimische Schulen dazu gekommen. Welche Begeisterung, Teamgeist und Motivation die gemeinsame Arbeit Kantonsschüler/-innen und Lernende aus verschiedenen Glarner Unternehmen schaffen konnte, schilderten die Jugendlichen bei der Präsentation ihrer Arbeit  sehr eindrücklich. Zudem streben viele von ihnen nun Ausbildungen in naturwissenschaftlichen Fächern an, was sie vorher kaum in Erwägung gezogen hätten. Rektor Peter Aebli betonte hier, dass die regelmässige Teilnahme nur durch die grosse Unterstützung von einheimischen Unternehmen möglich ist. Er erwähnte zudem, dass darunter aber  andere Projekte der Schule nicht zu leiden hätten.  An der abschliessenden Hauptversammlung der Glarner Handelskammer in der Lintharena in Näfels betonte Johann Schneider-Ammann wie beeindruckt er von seiner kleinen Stippvisite im Kanton Glarus war.

 

*Jürg Huber ist Pressebeauftragter der Glarner Handelskammer