Altersheime der Gemeinde Glarus nicht vom öffentlichen Leben abschneiden!




Noch im Mai dieses Jahres machte die Mitteilung der Fachstelle öffentlicher Verkehr Freude: Es bleibe die Erschliessung der Alterszentren Bergli in Glarus und Salem in Ennenda sowie des Altersheims Bühli gewährleistet. Nun schreibt der Regierungsrat im Bulletin vom Dienstag, er beantrage dem Landrat, die Linienabschnitte vom Bahnhof Glarus zu diesen Heimen und zur Seilbahn nach Aeugsten einzustellen: «Eine neue Kleinbuslinie … hätte Zusatzkosten von rund 200 000 Franken zur Folge gehabt und wäre gänzlich zulasten des Kantons gegangen», bereits die Vergangenheitsform! Zudem hätten die Massnahmen «in jedem Fall verhältnismässig» zu sein. «Verhältnismässigkeit» darf aber nicht allein in Franken gemessen werden. Benutzerzahl und Kostensumme können nicht das alles entscheidende Mass sein, ja dürfen es nicht sein. Es sind doch vor allem die Auswirkungen auf die Menschen zu beachten. Die drei Alterseinrichtungen – Pfrundhaus, Bühli, Salem – sollen mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar bleiben. Zu erinnern ist, dass dies beim Entscheid für die Zentralisierung der Stadtglarner Altersbetreuung beim Pfrundhaus garantiert worden war.

Immerhin doch Erfreuliches: Die ÖV-Kommission sprach sich für den Weiterbetrieb aus. Bleibt also die berechtigte Hoffnung, dass doch noch ein gemeinsam «befahrbarer» Weg zum Anbinden der drei Institutionen – und der Seilbahnstation – an das öffentliche Leben gefunden wird. An diesem sollen Bewohner und Bewohnerinnen sowie ihre oft ebenfalls älteren Angehörigen so weit möglich doch noch teilnehmen können!
Alzheimer Glarnerland

Pro Senectute Glarus