Am Freitag fällt der Startschuss

Mehr als 5000 Jungschützinnen und Nachwuchsschützen aus der ganzen Schweiz werden an den kommenden zwei Wochenenden zum Eidg. Schützenfest für Jugendliche (esfj) erwartet. Nach über dreijähriger Planung fällt am Freitag, 29. Juni, der Startschuss zu diesem schiesssportlichen Grossanlass im ganzen Kanton Glarus.



Andrea Bettiga wünscht allen Besuchern ein herzliches Willkommen. (Bild: zvg)
Andrea Bettiga wünscht allen Besuchern ein herzliches Willkommen. (Bild: zvg)

«Wir sind bereit! Die Spannung steigt und wir sind froh, dass es nach fast dreijähriger Vorbereitungszeit nun endlich los geht», sagte Landammann Andrea Bettiga, OK-Präsident des esfj 2012, welches auf insgesamt sechs Schiessanlagen im ganzen Kanton verteilt ausgetragen werden. Zu diesen wird in der Buchholz-Turnhalle Glarus eigens eine Kurzdistanzen-Wettkampfstätte für Luftgewehr und Luftpistolen installiert. Der offizielle Tag mit Festakt wird am Samstag, 30. Juni, um 16.00 Uhr mit einem Umzug vom Rathaus zum Landsgemeindeplatz in Glarus so richtig lanciert. Nach der Festansprache durch den Patronatspräsidenten Herrn Bundesrat Ueli Maurer findet auf dem Landsgemeindeplatz ein öffentlicher Apéro für alle Anwesenden statt.

Ein Fest für die Jugend


Das esfj 2012 steht unter dem Motto «glarnerland macht treffsicher». Der Grossanlass wird gemäss Andrea Bettiga in erster Linie für die Jugend sein. «Über 5000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwischen 10 und 20 Jahren werden sich in verschiedenen Disziplinen messen. Dabei stellen ganz klar die Schützenkönig-Ausstiche am letzten Tag des esfj 2012 am Sonntag, 8. Juli, die sportlichen Höhepunkte dar.» Neben dem reibungslosen Schiessbetrieb stehe die Begegnung und Geselligkeit unter Gleichgesinnten im Zentrum des Festes, welches sich über die kommenden zwei Wochenenden auf dem Festplatz Gründli abspielen. Ein separates Team hat sich mit der Organisation von Live-Bands und DJs befasst und kann ein tolles Unterhaltungsprogramm im Anschluss an die Wettkämpfe präsentieren. Alle Acts auf der historischen Schützenwiese auf dem Gründli sind kostenlos. «Wir haben im Speziellen auf sehr moderate Preise im Catering geachtet. Schliesslich soll der Anlass für die Jugendlichen erschwinglich bleiben. Es gibt genügend Events, wo vor allem die Jungen abgezockt werden», meinte Silvio Freitag, dem als Festwirt ein riesiges Arbeitspensum erwartet. Als Spezialität können wir den Festbesuchern mit einer eigens kreierten Schützenwurst aufwarten.

900 Personen arbeiten mit


Total arbeiten gegen 900 Personen in den verschiedensten Funktionen am esfj mit. «Weil Sicherheit für uns oberste Priorität hat, legt das Organisationskomitee grössten Wert auf Ordnung und Sicherheit. Wir sind aber auch auf die Mithilfe der vielen Betreuer und Jungschützenleiter angewiesen. Ohne ihre umsichtige Führung der Jugendlichen wären wir aufgeschmissen», sagte Köbi Blumer, der für die Sicherheit, Unterkünfte und Transporte zuständig ist.

Was ist neu?


Zum ersten Male werden im Kanton Glarus die Sportschützen mit den Jungschützen an einem Anlass zusammenkommen. «Das Wettkampfangebot ist gross. Neben den 300-m-Bewerben werden sich die Sportschützen in den olympischen Disziplinen Kleinkaliber und Luftgewehr sowie Luftpistolen messen. Dies ist für uns logistisch gesehen ein riesiger Hosenlupf», meinte Rolf Lehmann von den Sportschützen Glarnerland. Wir sind gespannt über das Abschneiden unserer Schützlinge. Gerade eben konnten sich die Junioren der Sportschützen Glarnerland fürs Finale der besten Kleinkalibergruppen qualifizieren. Die Gebrüder Patrick und Marc Hunold, Philipp Landolt und Michael Stapfer dürften auf ihrem neuen Heimstand in Näfels durchaus für eine Überraschung sorgen können, so Präsident Lehmann weiter. Natürlich ist die Konkurrenz gross. Erfreulicherweise kommen aber die grössten Teilnehmergruppen aus der Ostschweiz: Gossau SG schickt deren 61 Sportschützen, Stadtschützen Dübendorf 36, St. Gallen und Sargans je 35 sowie Ried-Muotathal 33 ins Rennen und das Heimteam kommt mit 28 Jugendlichen an das esfj. Diese Zahlen lassen aus Glarner Sicht doch einiges erhoffen.