An der internationalen Premiere gleich auf dem Podest

Als letzte Standortbestimmung vor der 10m-Europameisterschaft reiste der Schweizer Sportschützenverband mit einer Delegation an den RIAC und IBIS-Cup nach Luxemburg. Mit dabei war auch der Mitlödner Lio Wickihalder.



Lio Wickihalder lieferte an seinem ersten internationalen Wettkampf ab und gewinnt Bronze. (zvg)
Lio Wickihalder lieferte an seinem ersten internationalen Wettkampf ab und gewinnt Bronze. (zvg)

Die Wettkämpfe in Luxemburg seien die letzte Möglichkeit gewesen, sich für die Europameisterschaften vom 27. Februar bis 5. März 2026 in Burgas (Bulgarien) zu qualifizieren, erklärte Nachwuchstrainer Jan Hollenweger. Umso spannender war die Aufgabe für den Südglarner Lio Wickihalder, der seinen ersten internationalen Wettkampf in solch einem Umfeld bestritt. Hollenweger zeigte sich nach den drei Wettkämpfen über die Leistung des Glarners erfreut, schoss er sich doch bei jedem Wettkampf in den Final und einmal gar auf das Podest – also war der Kantonsschüler nicht nur mit dabei, sondern mittendrin im Geschehen.

Vivien Jäggi mit drei Siegen

Das Ausnahmetalent Vivien Jäggi ist bei der Elite definitiv angekommen, bilanzierte Nationalcoach Enrico Friedemann. Die Schweizerin holte bei jedem Start an diesen drei Wettkämpfen die Goldmedaille. Nicht ganz zu Gold reichte es beim Nachwuchs für den Glarner, doch immerhin machte er mit seinen drei Finalteilnahmen auf sich aufmerksam. Am ersten Wettkampftag startete Wickihalder mit 104,2 Ringen stark, fing dann im Mittelabschnitt mit 99,2 Punkten eine Base ein, ehe er bei den letzten zehn Schuss mit 105,0 Zählern nochmals richtig aufdrehte. Mit 616,7 Punkten qualifizierte er sich als Vierter hinter seinem Landsmann und Qualifikationssieger Dorian Saillen (621,8) und vor Daniel Zürcher (615,1) für den Final der besten Acht. Dort von null beginnend kam der Glarner nicht in Fahrt und schied als Erster aus. Am zweiten Tag war die Niveausteigerung in der Tabelle bereits sichtbar. Wickihalder verbesserte sich auf 618,2 Punkte, wurde als schlechtester Schweizer jedoch nur Fünfter – aber auch dies reichte für einen weiteren Finaldurchgang. Zwar waren die Nerven zu Beginn auch dieses Mal angespannt, doch mit den Einzelschüssen gelang es ihm bereits Aidan Healy aus Wales zu übertrumpfen und nicht wieder als Achter auszuscheiden. Für eine bessere Platzierung als Rang sieben war die Hürde dann aber zu hoch. Daniel Zürcher gewann den Wettkampf vor dem Dänen Stor Franzen und Aston Upton (Grossbritannien).

Aller guten Dinge sind drei

Da es beim RIAC im Final nicht klappen wollte, so sollte es der Glarner am IBIS-Cup am dritten Tag richten. Mit 612,9 Ringen rutschte Wickihalder gerade noch als Achter in den Final und komplettierte so das Schweizer Trio wieder. Während die Qualifikationsbesten Dorian Saillen und Daniel Zürcher im Final diesmal haderten, lief es dafür am Glarner wie am Schnürchen. Nach den beiden Serien mit 102,3 Punkten befand sich der Mitlödner im Mittelfeld. Der 12. Schuss (9,2) reichte ihn nach hinten und beinahe hätte wieder das gleiche Übel gedroht. Während die Konkurrenz patzte, reihte Wickihalder Innenzehner an Innenzehner ran und arbeitete sich stetig nach vorne. Nach 18 Schüssen realisierte er wohl, dass es ihm beim ersten internationalen Wettkampf zu einem Podest reichen könnte und so wurde das Trefferbild etwas grösser. Mit einer 10,1 und einer 9,9 musste er Stor Franzen an sich vorbeiziehen lassen. Eine 10,0 und 9,9 reichten für 225,2 Punkte und den hervorragenden dritten Rang. Den Sieg sicherte sich der Norweger Eirik Gisle (246,4) vor Franzen (245,7). Nun gilt für den Glarner Sportschützen abzuwarten, ob die geplante Reise nach Armenien für ihn stattfindet oder nicht.        

Riac Tag 1:

1. Stor Franzen Dänemark, 246,4. 2. Daniel Zürcher Schweiz, 246,3. 3. Dorian Saillen Schweiz, 225,2. Ferner: 8. Lio Wickihalder Schweiz, 119,5. Total 21 Schützen

Riac Tag 2:

1. Daniel Zürcher Schweiz, 246,1. 2. Stor Franzen Dänemark, 245,7. 3. Aston Upton Grossbritannien, 223,9. Ferner: 6. Dorian Saillen Schweiz, 161,6. 7. Lio Wickihalder Schweiz, 141,2. Total 21 Schützen

Ibis-Cup Tag 3:

1. Eirik Gisle Norwegen, 246,4. 2. Stor Franzen Dänemark, 245,7. 3. Lio Wickihalder Schweiz, 225,2. Ferner: 4. Dorian Saillen Schweiz, 204,4. 6. Daniel Zürcher Schweiz, 162,8. Total 21 Schützen.