Anspruchsvolle Technik in der Landwirtschaft

 

Am vergangenen Samstag haben in Wattwil über 160 Personen an der Generalversammlung des Verbandes für Landtechnik St. Gallen, Glarus, (beide) Appenzell (VLT-SG) teilgenommen und sich über verschiedene technische Aspekte in der Landwirtschaft sowie über die Weiterentwicklung des Direktzahlungssystems informieren lassen.

 



Felix Düring
Felix Düring

Der Schweizerische Verband für Landtechnik und seine Sektionen pflegt die Aus- und Weiterbildung in der landwirtschaftlichen Maschinentechnik und in der Werkstatt; setzt sich für den Umweltschutz im Bereich Agrartechnik ein; berät in neuen Verfahrenstechniken und befasst sich mit dem Strassenverkehr.

Von Technik durchdrungen und abhängig

Wie aus den Jahresberichten von Felix Düring (Niederbüren) und der Geschäftsführerin Maja Nägele-Vetsch - sie amtet als Nachfolgerin von Irma Del Vecchio - hervorging, kümmert sich der VTL-SG, dem eben auch die Glarner angehören, auch um die Stromversorgung und ist sozusagen in ständigem Gespräch mit der Polizei, bei der er Ratschläge für die richtige Ausrüstung der landwirtschaftlichen Fahrzeuge, speziell der Traktoren, holt. Der LVT-SG bietet auch Kurse im Geschicklichkeitsfahren oder Traktortheoriekurse an; letztes Jahr nahmen auch 39 Glarner daran teil. Exkursionen und Vorträge ergänzen das Arbeitsprogramm. Die Landwirtschaft sei heute wie noch nie von der Technik durchdrungen und von ihr abhängig, betonte Präsident Düring in seinen Eröffnungsworten.

Vortrag in Näfels

Am Freitag, 5. März, 20.00 Uhr, organisieren die Glarner im „National“ Näfels einen Vortrag von Ueli Frehner, Leiter der Treuhandstelle Salez des St. Galler Bauernverbandes, zum Thema „Steuerplanung unter Berücksichtigung der Unternehmenssteuerreform II“.

Aus der Praxis der Polizei

Der St. Galler Polizeiwachtmeister Hans Eggenberger berichtete, auch mit eindrücklichern Bildern, über die Polizeipraxis. Er unterstrich, dass die „Qualität“ des landwirtschaftlichen Verkehrs besser geworden sei, aber es gelte immer noch, auf die Arbeits- und Ruhezeit zu achten, ebenso auf die Ladungen, den Transport von Gefahrengut und etwa auch auf die Tierschutzgesetzgebung; besonders wichtig sind die richtige Platzierung der Rückspiegel, die Bremsleistung, das Gewicht von Fahrzeug, Anhänger und Ladung (sowie deren Sicherung), die Beleuchtung usw. Eggenberger teilte mit, dass ein Drittel der tödlichen Unfälle in der Landwirtschaft mit Traktoren passieren.

Bewährtes Direktzahlungssystem

Christian Hofer, Vizedirektor im Bundesamt für Landwirtschaft und Leiter des Direktionsbereiches Direktzahlungen und ländliche Entwicklung, referierte zum Thema „Weiterentwicklung des Direktzahlungssystems“, das er grundsätzlich als bewährt bezeichnete, das aber noch ein Verbesserungspotenzial aufweise. Die Stichworte dieses Potenzials: sichere Versorgung, u.a. durch Erhaltung des fruchtbaren Kulturbodens (wir sollten den Selbstversorgungsrad von 60 Prozent beibehalten können); Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen, u.a. durch Erhaltung und Förderung der Biodiversität; Pflege der Kulturlandschaft; dezentrale Besiedlung, u.a. durch Förderung er Strukturverbesserungsmassnahmen; tierfreundliche Produktionsformen; schliesslich die Einkommenssicherung. Für all diese Massnahmen gibt es umfangreiche Konzepte. Bis Ende 2011 sollte dem Parlament ein konkreter Gesetzesvorschlag unterbreitet werden.