Antrittsrede von Kaspar Krieg

Heute wurde Kaspar Krieg (Niederurnen, SVP) als neuer Landratspräsident gewählt. Hier seine Antrittsrede.




Es wird mir wahrscheinlich niemand verübeln, wenn ich sage: Das ist ein bedeutender und auch ein bewegender Moment. Er erfüllt mich mit Freude und Ernst, mit Zuversicht und Demut zugleich. Denn ich weiss um die grosse Verantwortung, die das Amt des Landratspräsidenten mit sich bringt.

Sie haben mich soeben zu Ihrem Präsidenten gewählt, mich, den einfachen Büezer, den Sohn einer Bauernfamilie aus Niederurnen. Und genau das ist das Interessante an der Politik in unserem Land: Es hat jeder und jede die Chance sich einzubringen und mitzugestalten, sodass sich unser Kanton weiterentwickelt. Bei uns im Landrat sitzen Unternehmer, Handwerker, Pädagogen, Juristen und Landwirte alle nebeneinander und alle haben eine Stimme. Ich zum Beispiel darf als Handwerker im Landrat einen wichtigen Teil der Gesellschaft vertreten.

Die Wahl zum 128. Landratspräsidenten des Kantons Glarus ist für mich eine grosse Ehre, nicht minder stolz ist meine Familie, sind meine Freunde, meine Partei, die Schweizerische Volkspartei und hoffentlich auch die Bewohner der ehemaligen Gemeinde Niederurnen und jetziger Gemeinde Glarus Nord. Seit der Verfassungsrevision im Jahre 1887 bin ich der 11. Landratspräsident aus Niederurnen.

Beim abgetreten Landratspräsidenten ( alt Landratspräsident ) Fredo Landolt möchte ich mich recht herzlich bedanken. Er hat stets die Sitzungen korrekt und speditiv geführt. Für den Fall der Fälle, welcher aber nie eingetroffen ist, hat er mir seine umfassenden Planungen und Vorbereitungen zur Verfügung gestellt.

Danke Fredo!

Der Kanton Glarus ist nicht in jeder Statistik der Schweizerischen Eidgenossenschaft vorne anzutreffen, zum Beispiel bei der Fläche des Kantons kann man schwer etwas ändern. Es gibt aber vieles andere, welches wir als Landräte beeinflussen können. Ein kleiner Kanton hat auch Vorteile. Er muss nicht alles selber erarbeiten, er kann abwarten, bis die grösseren Kantone ihre Erfahrungen gesammelt haben und übernimmt dann nur das Beste oder das Bewährte und das Geprüfte.

So kann vermieden werden, dass sich die gleichen Fehler noch ein zweites Mal wiederholen. Da unsere Ressourcen beschränkt sind, müssen wir sie auch optimal einsetzen. Wir müssen Sorge tragen zu unserem Kanton, denn wir leben in einer Gegend, in der andere Ferien machen. Ist das nicht Beweis genug, dass wir in einer wunderbaren Gegend leben?

Haben wir Achtung vor ihr und denken Sie bei jedem Entscheid, den Sie fällen, an meine Worte.

Traditionsgemäss darf der Landratspräsident nach der Wahl drei Wünsche anbringen.

1. Den ersten Wunsch richte ich nicht an die anwesenden Landrätinnen und Landräte, sondern an alle einfachen Bürgerinnen und Bürger vom Kanton Glarus. Machen Sie mit, bringen Sie sich ein, stellen Sie sich für ein politisches Amt zur Verfügung.

Haben Sie den Mut, in der einen oder anderen Form kann man immer wieder profitieren. Überlassen wir die Politik nicht nur den Akademikern und Studierten.

2. Der zweite Wunsch richte ich an die Landrätinnen und Landräte. Wir sind alle gewählt, um den Kanton Glarus der nächsten Generation fit zu übergeben.

Von Links bis Rechts müssen wir zusammenarbeiten, um die besten Lösungen zu erarbeiten. Ich wünsche mir eine konstruktive und disziplinierte Zusammenarbeit von allen Seiten.

3. Der dritte Wunsch als Landratspräsidenten ist der Wichtigste. Ich wünsche uns allen Gesundheit, denn dies ist unser höchstes Gut. Es ist das Wichtigste im Leben. Ohne Gesundheit geht einfach nichts. Das haben wir hier im Rat, aber sicher auch alle in privaten Kreisen, Freundeskreis oder Umfeld erlebt.

Darum wünsche ich euch allen ein gesundes Jahr!