Apéro und Bücher

Die Ennendanerinnen und Ennendaner haben allen Grund auf ihre Schul- und Gemeindebibliothek stolz zu sein, sich über die angebotenen Aktivitäten zu freuen, vom inhaltlichen Reichtum der schon fast zahllosen Medien Kenntnis zu nehmen und damit in eine Welt einzutauchen, die reichhaltiger und bewegender nicht sein könnte. Das Team mit Simone Kamm, Präsidentin, ist unglaublich kreativ, verwöhnt, berät, wählt aus, lädt ein. Man braucht nur noch den gar gemütlich eingerichteten, hellen Raum im EG des Schulhauses Hof aufzusuchen – dann ist man mitten drin.



Und wenn auf die Vielfalt der sympathischen Angebote hingewiesen wird, ist das mit dem Blick aufs jeweilige Jahresprogramm verbunden. So ist schnell zu erfahren, dass die Aktivitäten weit über das gewissenhafte Betreuen des reichhaltig zusammengesetzten Angebots hinausreichen. Beispielsweise ist an Ostern ein Wettbewerb der besonderen Art angekündigt. Die Schokoladehasen werden grad selber fabriziert. Am Bücherapéro werden Neuheiten vorgestellt, im Anschluss ist man zum Verweilen an einem gar liebevoll zusammengestellten Buffet mit vielen Köstlichkeiten eingeladen. Der Gedankenaustausch wird am Bücherkaffeenachmittag weitergeführt. Präsent sind die Bibliotheksveranwortlichen an der Kilbi und dem Chlausmarkt. Zur Erzählnacht sind die Erst- und Zweitklässler regelmässig eingeladen. Gerne werden auch kleine Besucherinnen und Besucher ausserhalb der gewohnten Öffnungszeiten willkommen geheissen. Mit viel Sorgfalt wird das jeweilige Adventsfenster geschmückt. In diese Zeit fällt die Einladung zum Adventskaffeenachmittag. Und damit alles in geordneten Bahnen verläuft, ist selbstverständlich die Hauptversammlung angeboten.

Am diesjährigen Bücherapéro wurde man mit dem Schaffen schweizerischer Autoren, Krimis, Biografien und anderem vertraut gemacht. Zwanzig ganz verschiedene Titel wurden in konzentrierter Form vorgestellt. Man spürte, wie sorgsam sich alle eingelesen hatten. Persönliche Eindrücke, knappe Hinweise auf die wichtigsten Geschehnisse und die Autoren, kurzweiliges, sehr informatives Gliedern der jeweiligen Handlung gehörten zur Präsentation. So konnte man aus Unbekanntem das auslesen, was aufs persönliche Interesse gestossen war. Man erfuhr beispielsweise etwas über Gerichtsverhandlungen, Detektive, Mörderisches, das KZ in Auschwitz, mit dem «Tätowierer», begleitete den «Pascha aus Urnäsch», weilte in dieser oder jener Epoche, erfuhr einiges über bewegende Schicksale – bevor man kulinarisch richtiggehend verwöhnt wurde, gerne verweilte, sich schon mal auf den einen oder anderen Titel samt spannendem Inhalt einstimmte und sich fest vornahm, sich dem erfüllenden Lesen und Erleben in irgend einer ruhigen Ecke hinzugeben und Hektisches und Belastendes auf die Seite zu schieben. So gesehen ist ein spannendes Buch beste Abwechslung.