Unter dem Titel «Arbeiten bis 67 – aber aussortiert ab 50?» diskutierten Expertinnen und Experten die Herausforderungen und Chancen von älteren Arbeitnehmenden sowie von Unternehmen im Spannungsfeld von Fachkräftemangel, Demografie und Arbeitsmarktrealität. Ein zentrales Anliegen war die Frage, wie das Potenzial von Arbeitnehmenden über 50 besser genutzt werden kann. Teilgenommen haben Felix. E. Müller, Sepp Kubli, Sascha Glaus und Anke Gähme. Aus der Diskussion ergaben sich insbesondere folgende Kernpunkte:
Flexibles Rentenalter statt starrer Grenze
Das bisherige fixe Pensionsalter wurde kritisch hinterfragt. Statt einen starren Altersgrenze wurde ein Modell diskutiert, das stärker auf Lebensphasen, Gesundheit, Motivation und der tatsächlichen Situation am Arbeitsmarkt abgestimmt ist.
Erfahrung gezielt nutzen
Die Teilnehmenden betonten, wie wichtig es ist, das Know-how erfahrener Mitarbeitender systematisch für jüngere Generationen nutzbar zu machen, etwa durch Tandem-Modelle, Mentoring oder projektbasierte Rollen, in denen Erfahrung und Fachwissen gezielt eingebracht werden können.
Lernfähigkeit als Schlüsselfähigkeit
Es herrschte Einigkeit darüber, dass Lernen nicht mit 45 oder 50 Jahren endet. Gerade in einem sich rasch verändernden Arbeitsumfeld wird die Bereitschaft und Fähigkeit, sich weiterzubilden und Neues zu lernen, zu einer zentralen Kompetenz – sowohl für Jüngere als auch für Ältere.
Umschulungen statt reine Sozialleistungen
Als wirksame Instrumente zur Arbeitsmarktintegration wurden Umschulungen und Weiterbildungen mit Beteiligung der öffentlichen Hand hervorgehoben. Sie sind oft nachhaltiger als rein passive Unterstützungsleistungen, wenn es darum geht, Menschen wieder in eine passende und langfristige Erwerbstätigkeit zu bringen.








