Der Verein bezweckt, nebst der Förderung der praktischen Waldwirtschaft und dem allgemeinen Interesse am Wald, unter anderem auch die Förderung von praxisgerechter Aus- und Weiterbildung der Mitglieder. Vor diesem Hintergrund wurde ein interessanter Weiterbildungs-Nachmittag gestaltet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten sich an drei verschiedenen Posten Wissen über Anschlagmittel, Bekleidung/EN-Normen und Absperrungen/Signalisation aneignen. Nebst den drei Instruktoren wirkte bei den Vorbereitungsarbeiten im Hintergrund intensiv Hansruedi Freitag (Forstmaschinenführer Forstbetrieb Glarus Süd) mit.
Dem Fachbegriff Anschlagmittel sind u.a. alle Befestigungen sowie Umlenkungen von Seilen zuzuordnen. Instruktor Röbi Müller (Seilkraneinsatzleiter Forstbetrieb Glarus Nord) gelang es in eindrücklicher Weise, auf einfache und logische Art in Form von praktischen Beispielen, die Zusammenhänge aufzuzeigen. So ist u.a. das Zugmittel eines Seils (z.B. Forstschlepper) entscheidend über die Grösse und Dimension der Umlenkrollen und deren Rundschlingen sowie auch insbesondere deren Anbringung an einem Fixpunkt. Nebst der weiteren Vermittlung der Gefahren, im Einsatz mit Anschlagmittel, wurde den Teilnehmenden auch ein Zugversuch eines Seils resp. ein Riss eines Stahlseils vorgeführt.
Auf allen Baustellen kann in den letzten Jahrzehnten ein grosser Fortschritt in Sachen persönliche Schutzausrüstung (PSA) verzeichnet werden. So machte diese Entwicklung auch vor den Waldarbeiten keinen Halt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhielten das Segment Bekleidung/EN-Normen von Roman Fischli (Forstwart Forstbetrieb Glarus Süd und Bergführer-Aspirant) vermittelt. In seinem Vortrag konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer ins Dickicht der unzähligen Gesetze, Richtlinien und Vorschriften zu diesem Thema eintauchen. Ihnen wurde instruiert, dass der Arbeitgeber einerseits die entsprechende PSA zur Verfügung stellen muss. Demgegenüber aber auch, dass der Mitarbeiter verpflichtet ist, diese zu tragen.
Als drittes sehr wichtiges Thema instruierte Eugen Streiff (Vorarbeiter Werkhof Grosstal Glarus Süd) den Bereich Signalisation und Absperrung. Das Forstpersonal ist in seiner Arbeitstätigkeit oft mit Wanderwegen oder Strassen konfrontiert, welche von Drittpersonen genutzt werden. Die Teilnehmenden wissen nun, dass je nach Weg-/Strassenkategorie im Kanton Glarus unterschiedliche Vorgaben und Vorschriften bestehen. Auch erfuhren sie, dass die Zeitdauer einer Baustelle, bzgl. den auszuführenden Massnahmen, mitentscheidend für die Detailausführung bei einer Sperrung und Signalisation ist. Die Kursteilnehmenden sind nun in der Lage, mit den entsprechenden schriftlichen Dokumentationen, selbstständig korrekt eine einfach Signalisation und Absperrung vorzunehmen.
Mit diesem Nachmittag konnte aus dem umfangreichen Themenbereich der Arbeitssicherheit ein Teil durchleuchtet werden. Es liegt nun an allen Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer, das Erlernte zu festigen und bei der täglichen Arbeit anzuwenden resp. umzusetzen.
Landrat ist neu bestimmt




