Arnold Forrer mit 6. NOS-Triumph

Schwingerkönig Arnold Forrer hielt die starken Gästeschwinger beim nordostschweizerischen Schwingfest in Gais auf Distanz. Im Schlussgang besiegte er den Schaffhauser Überraschungsmann Pascal Gurtner. Peter Horner brachte einen Kranz ins Glarnerland.

 




Nichts wurde aus dem zweiten Gästeerfolg beim nordostschweizerischen Schwingfest in Gais. Dies lag allen voran beim wieder genesenen Arnold Forrer. Der erste Gang liess indes noch nichts Gutes aus Ostschweizer Sicht erahnen. Nur gerade Forrer (gegen Thomas Zaugg) und Fabian Kindlimann (gegen Stephane Tschachtli) gewannen ihre Startduelle gegen die Gästeschwinger. Im zweiten und dritten Gang kehrte dann das Blatt überraschend schnell zugunsten der Gastgeber. Hauptdarsteller waren Mittelschwinger, die die Gäste aus der Bahn warfen. Adi Laimbacher mit einem Blitzsieg über Michael Bless gestartet, scheiterte an Fabian Kindlimann und der zweite Schwyzer, Christian Schuler, musste nach einem Gestellten gegen Urban Götte im dritten Gang gegen Pascal Gurtner auf einen Brienzer kapitulieren. Arnold Forrer zog seine Serie weiter und besiegte den Glarner Roger Rychen am Boden und im dritten Gang den Aargauer Mario Thürig.

Grosser Vorsprung


Auch der Appenzeller Rahpael Zwyssig konnte Forrer nicht aufhalten, so traf der Schwingerkönig von 2001 im fünften Gang auf den ebenfalls mit vier Siegen zu Buche stehenden Pascal Gurtner. Ohne Höhepunkte endete dieses Duell unentschieden. Da die beiden einen wackeren Vorsprung hatten und die Verfolger erneut Punkte abgaben, trafen der St. Galler und der Schaffhauser im Schlussgang nochmals aufeinander. Diesmal fackelte Forrer nicht mehr lange, gab sofort den Ton an und siegte bereits in der zweiten Minute. «Die Siege am Morgen über die starken Gästeschwinger Thomas Zaugg und Mario Thürig gaben mir gewaltig Auftrieb», so der strahlende Sieger in der Appenzeller Sonne. Auf den Ehrenplatz schaffte es Lokalmatador Michael Bless.

Geschlagene Gäste


Während die St. Galler mit neun Kränzen erwartungsgemäss obenaus schwangen, kamen dahinter sämtliche Kantone zu Kranzehren. Appenzell (vier), Schaffhausen, Graubünden, Thurgau (je zwei), Zürich und Glarus (je einen). Den hochgelobten Gästen blieben am Ende nur drei der acht möglichen Kränze. Nebst Adi Laimbacher reüssierten auch die beiden Berner Matthias Siegenthaler und Thomas Zaugg. Siegenthaler stellte dreimal, Zaugg verlor nach der Auftaktsniederlage gegen Forrer auch noch mit Raphael Zwyssig, ehe er viermal obenaus schwang. Der Schwyzer Christian Schuler scheiterte genauso wie die Gebrüder Thürig aus dem Aargau. Mario Thürig konnte zuletzt den 40-jährigen Peter Bühler nicht bezwingen.

Wieder NOS-Kranzer im Glarnerland


Peter Horner (Glarus) hat das ersehnte Ziel erreicht und dafür gesorgt, dass der Glarner Schwingerverband wieder einen Teilverbandskranzer ich ihren Reihen hat. Seit dem Rücktritt des heutigen technischen Leiters Fridolin Beglinger, fehlte dem Kanton Glarus ein Schwinger mit jenem Status. Beglinger gewann als letzter Glarner 2010 im SGU in Näfels NOS-Eichenlaub. Und wie damals für den Molliser, bedeutet dies auch für den gebürtigen Ennetbühler in einem Eidgenössischen Jahr automatisch die Fahrkarte für nach Burgdorf. Horner begann mit einem Sieg über Markus Stucki, ehe er dem Gasterländer Reto Holdener ein Unentschieden abzwang. Nach zwei weiteren Erfolgen über Rico Baumann und Dominik Bäbler lag der Landwirt vor den Ausstich ganz weit vorne. Mit dem Appenzeller Raphael Zwyssig setzte es die einzige Niederlage ab. Doch im letzten Gang besann sich Horner seiner Stärken und besiegte den Rheintaler Bead Coray bereits nach zehn Sekunden mit Innerem Haken. Horner war jedoch der einzige Glarner, der überhaupt noch um den Kranz schwang. Die anderen, inklusive Roger Rychen, vergaben ihre Chancen frühzeitig.

Rychen zu unkonstant


Roger Rychen (Mollis) startete mit einem Blitzsieg über Claudio Hosang, ehe ihm Arnold Forrer aufgebrummt wurde. Von dieser Niederlage erholte sich der Molliser nicht gut, im Anschluss verlor er auch gegen Nichtkranzer Andreas Roth. Damit entschwand der Kranz schon früh. Nach einem zwischenzeitlichen Erfolg über Pius Näf setzte es gegen Sandro Bäbler eine dritte Niederlage ab. Dank einer Zehn über Bruno Näf gelangte Rychen noch bis einen Viertelpunkt an die Kranzränge heran. Reto Landolt (Glarus) schaffte sich mit zwei Siegen und einem Gestellten in den Ausstich vor. Gegen Beat Wickli verlor er nicht nur, er verletzte sich erneut. Trotz Schmerzen kämpfte er sich durch und teilte zuletzt mit Daniel Elmer die Punkte. Ruedi Luchsinger (Haslen) stellte am Morgen gleich alle drei Begegnungen. Mit zwei Siegen arbeitete er sich etwas nach vorne, doch zuletzt musste er sich dem Eidgenossen Beni Notz beugen. Peter Reich (Mollis) begann mit einem Sieg und einer Punkteteilung gut, ehe zwei Nuller folgten. Im Ausstich gelang dem stämmigen Sennen ein zweiter Sieg, ehe er mit Melchior Rutz zum Abschluss noch resultatlos von dannen musste. Christian Pianta (Mollis) erreichte mit einem Sieg und einem Gestellten den Ausstich ebenfalls, wo er dann beide Kämpfe verlor.