Vor bald 30 Jahren wurde der ursprünglich in Japan und China beheimatete Asiatische Marienkäfer nach Europa gebracht. Hier sollte er in Treibhäusern gute Dienste als Schädlingsbekämpfer leisten. Doch der gefrässige Blattlaus-Vertilger entwischte schon bald in die freie Natur und gelangte nach wenigen Jahren auch in die Schweiz. Fundmeldungen aus Niederurnen, Mollis, Leuggelbach und anderen Dörfern zeigen, dass er inzwischen auch im Glarnerland regelmässig vorkommt. Sogar auf Obersand auf knapp 2000 m ü. M. wurde der Asiatische Marienkäfer schon entdeckt.
Falscher Glücksbringer
Von unseren einheimischen Marienkäfern unterscheidet sich der Einwanderer vor allem durch die schwarze Zeichnung auf dem Halsschild. Diese erinnert an ein „M“ respektive „W“. Auch sind Käfer und Larve des Neuankömmlings etwas grösser. Die Farbe der Deckflügel und die Anzahl der Punkte können beim Käfer hingegen stark variieren und sind kein verlässliches Erkennungsmerkmal. Als Nahrung dienen dem Asiatischen Marienkäfer längst nicht nur Blattläuse: Auch andere Insekten und deren Larven, darunter unsere einheimischen Marienkäfer, munden ihm vorzüglich.
Ruhe bewahren
Wo der Asiatische Marienkäfer in Massen auftritt, hilft es, Ruhe zu bewahren. Der Käfer ist zwar lästig, für den Menschen aber absolut ungefährlich. Auch richtet er in den Häusern keinen Schaden an und vermehrt sich hier nicht. Trotzdem sind solche Masseneinflüge für die betroffenen Haus- und Wohnungsbesitzer höchst unangenehm. Unter www.naturzentrumglarnerland.ch sind deshalb Tipps für den Umgang mit dem Asiatischen Marienkäfers abrufbar. Dazu gehören einfache Massnahmen, wie das Schliessen von Fenstern und Verstopfen von Ritzen, wenn Ansammlungen an Hausfassaden beobachtet werden.
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