Gerade in der aktuell eher turbulenten und schwierig vorhersehbaren geopolitischen Lage, sei es umso wichtiger, dass Unternehmen innovativ sind und vor allem fit aufgestellt sind. «Um zu sehen, wie es so um die Firma steht, gibt es ein interessantes Instrument», meinte Andreas Mächler, Kontaktstelle für Wirtschaft, am Beginn des 20. Innovationapéros am letzten Donnerstag im Erlenhof in Schwanden. Die Nordostschweizer Kanton haben dafür das Innovationsnetzwerk Ostschweiz (INOS) ins Leben gerufen. Was dies genau ist und wie auch Glarner Unternehmen davon profitieren können, führte Professorin Katharina Luban von der Fachhochschule Ostschweiz aus. Sie verglich das ganze dabei mit einem begleiteten Besuch im Fitnessstudio. «Zuerst merkt man, dass man etwas für die Gesundheit tun will, ober Kraft aufbauen will. Und dann sagt einem am besten ein Trainer oder Coach, wie man das Ziel erreichen kann.» Ähnlich laufe auch der erste Kontakt mit INOS ab. Das Unternehmen schildert das Problem oder das Ziel und INOS sucht den passenden Betreuer. «Der erste Austausch wird dabei vom Kanton bis 10 000 Franke übernommen, weitere Schritte werden weiter unterstützt.» Wichtig für Luban sei aber auch, dass man Innovation und damit die Unterstützung nicht nur auf neue Produkte reduziert. «Innovation kann auch in Abläufen und Prozessen in der Firma umgesetzt werden.» Ein passendes Beispiel führte anschliessend Annina Marti aus. Bei der Marti Engineering AG in Mitlödi habe man zwar mit immer weiter entwickelten aber grundsätzlich alten Programmen im Beschaffungswesen gearbeitet. «Das hat immer wieder zu Engpässen und viel zusätzlichem Aufwand geführt.» INEOS habe sie da sehr rasch mit einer kompetenten Beraterin zusammengebracht. «Das hat nicht nur auf der persönlichen Ebene gepasst. Mit ihrem Hintergrund aus dem Maschinenbau hat sie auch sofort gewusst, wovon wir sprechen.» Aus der Beratung sind nicht nur rasche Lösungen, sondern ein grosses Digitalisierungsprojekt entstanden, damit die Abläufe nicht nur rasch funktionieren, sondern die unterschiedlichen Systeme miteinander kommunizieren können. «Dieses wollen wir bis 2027 umsetzen.» Marti lobte dabei auch die Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden. «Alles ging einfach und rasch, auch die finanzielle Unterstützung.» Auf diese kann ihr Unternehmen auch jetzt beim «grossen Brocken» zählen, denn hier habe der Kanton mit dem Digitalisierungskredit ein weiteres Instrument zur Hand, um die Glarner Unternehmen beim digitalen Wandel und Innovationen zu unterstützen. Mächler hoffte, dass der kleine «Werbespot» für INOS weitere Unternehmen dazu gebracht haben, Optimierungs- oder Innovationspotenzial zu suchen.

















