Die Arbeitsgruppe Schulen in Glarus Süd habe in Anspielung auf die ausserordentliche Landsgemeinde zu einer «ausserordentlichen Filialkonferenz Glarus Süd» eingeladen. Das sei eigentlich nichts Neues, betonte Arbeitsgruppenleiter Martin Staub in seiner Begrüssung. Denn schon früher habe es eine solche Konferenz für das Hinterland und Sernftal, das Mittelland und das Unterland gegeben.
Varianten gemeinsam erarbeiten
«Bis Ende 2008 müssen die grundlegenden Strukturen für die neue Gemeinde Glarus Süd so bereinigt sein, dass 2009 alle notwendigen formalen Bestimmungen erarbeitet, die finanziellen, strukturellen und baulichen Massnahmen ergriffen und alle notwendigen organisatorischen Tätigkeiten aufgenommen und Entscheide gefällt werden können», umriss Martin Staub die Aufgabe. Nur die Beteiligung aller Betroffenen und die gemeinsame Auseinandersetzung führe über tragfähige Entscheide zu brauchbaren Lösungen. Dazu müsse man die laufenden Entwicklungen wahrnehmen und positiv beeinflussen. Ziel sei, dass «auch in Zukunft gute schulische Angebote in Glarus Süd bestehen».
Kinderrückgang wirkt noch weiter
Bisher habe die Arbeitsgruppe mit Dolores Stauffacher, Brigitte Weibel, Köbi Marti und Roland Schiltknecht Fakten gesammelt und erste Modelle und Varianten erarbeitet, die weiter zu diskutieren seien. Wie in anderen ländlichen Regionen der Schweiz sei der Kinderrückgang, der auch in den nächsten Jahren noch einmal eine deutliche Reduktion erwarten lässt, eine wesentliche Einflussgrösse. Zugleich habe sich auch die Gesellschaft gewandelt. Oft arbeiteten heute beide Eltern. Die Arbeitsorte seien oft auswärtig. Die Ansprüche an die Schulen seien hoch.
Schulentwickler Walter Weibel erläuterte, was denn eine gute Schule ausmacht.
Eine solche evaluiere ihre Ziele. Sie entspräche den nationalen und kantonalen Qualitätsstandards und weise zugleich eine hohe Schulautonomie auf. Sie ginge positiv mit Multikulturalität um. Weiter biete sie Tagesstrukturen, ein Schulklima des Vertrauens und der Innovation und eine positive Elternbindung.
Welche Schulen wollen wir?
Reform für morgen sei nicht Kritik an gestern, wandte sich Martin Staub an die Konferenzteilnehmenden, die im zweiten Teil des Abends in kleinen Tischrunden erste Visionen andiskutieren konnten. Dabei ging es konkret um Kriterien für die Wahl der Schulstandorte in Glarus Süd, um Chancen und Möglichkeiten «zu kleiner» Schulen, gewünschte Profile und Ideen für die alternative Nutzung leer stehender Schulhäuser.
In der kommenden Zeit möchte die Arbeitsgruppe eingehende Ideen und Vorschläge in ihrer weiteren Bearbeitung des Teilprojektes Schulen einbeziehen, um die nächsten Schritte auf dem Weg zu den Schulen von Glarus Süd zu tun. (eing)




