Aufhebung Wanderwegsperrung beim Chli Kärpf

Die Sperrung des Alpinwanderweges von der Leglerhütte zum Chli Kärpf wird aufgehoben. Der Weg ist ab sofort wieder begehbar.




Nach verschiedenen Meldungen, dass sich unterhalb vom Chli Kärpf beim Alpinwanderweg eine Felsspalte öffnet, nahm der Naturgefahrendienst der Gemeinde Glarus Süd zusammen mit der kantonalen Fachstelle Naturgefahren einen Augenschein vor Ort vor. Dabei ging man davon aus, dass sich ein Teil des Felsens bewegen und zum Absturz gelangen könnte. Die Naturgefahrenkommission der Gemeinde entschied daraufhin, den Wegabschnitt zwischen Leglerhütte und Chli Kärpf zu sperren und die Bewegungen in diesem Gebiet zu überwachen. 

Wenige Tage später wurden die routinemässigen alljährlichen Laserscan-Messungen am Gross Kärpf durchgeführt. Diese dienen dazu, die Bewegungen seitlich vom Kärpftor zu messen. Bei diesen Laserscans wurde auch die Südwestflanke des Chli Kärpf vermessen. Mithilfe dieser Messungen konnte festgestellt werden, dass sich der besagte Felsen nicht bewegt hat und ein erneuter Augenschein vor Ort zeigte, dass sich nicht der Felsen bewegt, sondern die Steine und Blöcke im Spalt und in der Nordflanke des Chli Kärpf. Ursache hierfür könnte tauender Permafrost im Felsspalt oder schmelzendes Eis in der Stein- und Blockschutthalde sein. Die Nordflanke des Chli Kärpf war früher vergletschert. 

Aufgrund dieser Gegebenheit besteht für Alpinwanderer keine ausserordentliche Gefährdung mehr. Die Sperrung des Alpinwanderweges von der Leglerhütte zum Chli Kärpf wird per sofort aufgehoben. Die Sperrzone unterhalb vom Gross Kärpf bleibt weiterhin bestehen. 

Der betroffene Wegabschnitt des blau-weiss markierten Alpinwanderweges wurde mit zusätzlichen Bügeln und Ketten passierbar gemacht. Die Benützer von Alpinwanderwegen müssen trittsicher, schwindelfrei und in sehr guter körperlicher Verfassung sein und das Überwinden von Kletterstellen unter Zuhilfenahme der Hände beherrschen. Sie müssen die Gefahren im Gebirge kennen.