Aus 4+1 wird neu 4(5)+1+Bergschule


Die IG Zukunft Schule Glarus Süd war nach ihrem aktiven Einsatz an den Workshops gespannt auf die Informationen an der Gemeindeversammlung Glarus Süd vom 23. Juni. Das vom Gemeinderat favorisierte Modell entspricht nicht der überwiegenden Meinung der Workshop-Teilnehmer. Dieses Modell kann nach dem Inkrafttreten der neuen Gemeindeordnung zu leicht auf 4+1 weiterentwickelt werden.

Getreu ihrem Motto «lebendige Dörfer» sieht die IG Zukunft Schulen Glarus Süd in der Erhaltung der aktuellen Schulstandorte 9+3 mehr Vorteile und die Gemeinde besser positioniert für die Umsetzung der Richtplanvorgabe «Halten der Bevölkerungszahl». Die Auswirkungen der Aufgabe des bisherigen Konzepts Schulstandorte in «Langsamverkehr-Distanz» werden wegen der erhofften Einsparungen gänzlich ausgeblendet. Mit dem neuen Konzept werden alle Primarschüler während ihrer Schulzeit in Glarus Süd mindestens drei Jahre lang motorisiert bewegt. Die präsentierten geschätzten Aufwendungen dafür, wie Tagesstrukturen und Transporte, sehen wir als zu optimistisch an. Ebenso fragen wir uns, ob es im Sinn der Familien in Glarus Süd ist, die Kinder über Mittag nicht mehr selber zu Hause zu bekochen und ihnen die nötige Ruhepause zu gönnen, sondern sie an einem unruhigen Mittagstisch fremdversorgt zu wissen.

Wir sind auf die definitive Vorlage für die Herbstgemeinde gespannt. Wir empfehlen allen Stimmbürgern in der Zwischenzeit die Vernehmlassungs-Unterlagen zur neuen Gemeindeordnung, speziell die neuen Artikel 12 und 13 (alter Artikel 16) in der synoptischen Darstellung Seite 21 und folgende, zu studieren. (www.glarus-sued.ch – Politik – Vernehmlassungen)