Ausgeglichenes Geschäftsjahr 2018 für das Kantonsspital

Das Kantonsspital Glarus präsentiert in seinem Geschäftsbericht 2018 eine ausgeglichene Rechnung. Sowohl die stationären als auch die ambulanten Leistungen nehmen zu und der Schweregrad der Fälle steigt. Die Generalversammlung hat den Geschäftsbericht verabschiedet.




Verwaltungsratspräsident, Dr. Arnold Bachmann, blickte an der Generalversammlung der Kantonsspital Glarus AG vom 4. Juni 2019 auf ein solides Geschäftsjahr zurück. Die Glarner Regierung nahm in corpore an der Generalversammlung teil und genehmigte im Namen des Kantons als Alleinaktionär den Geschäftsbericht sowie die Jahresrechnung. Landammann Andrea Bettiga lobte als Aktionärsvertreterin die Arbeit des Kantonsspitals mit seinen über 600 Mitarbeitenden. «Das Kantonsspital steht vor schwierigen Herausforderungen. Das Vertrauen der Regierung in die Verantwortlichen ist hoch», so Bettiga. Mit viel Herzblut leiste das Kantonsspital einen grossen Beitrag zur medizinischen Versorgung der Glarner Bevölkerung.

Finanzergebnis ausgeglichen

Das Kantonsspital Glarus erwirtschaftete 2018 einen kleinen Gewinn von 98 000 Franken. Im Verhältnis zum Umsatz von über 86 Millionen Franken kann dieses Ergebnis als ausgeglichen bezeichnet werden. Nach wie vor sind die Liquidität und die Eigenkapitalquote des Spitals sehr hoch. Die Finanzen des Spitals waren 2018 gesund. Der zunehmende wirtschaftliche Druck geht aber auch am Kantonsspital Glarus nicht vorbei. Ohne Gegensteuer wird es in den nächsten Jahren Defizite schreiben, weil sich mehrere Rahmenbedingungen geändert haben oder noch ändern werden. Mit dem Programm «Fit für die Zukunft» trifft das Spital Massnahmen zur Ertragsverbesserung, um seine wirtschaftlich gute Position auch für die Zukunft nachhaltig zu sichern.

Sowohl ambulant als auch stationär gewachsen

Nach wie vor nimmt die Glarner Bevölkerung die Leistungen des Kantonsspitals rege in Anspruch. Mit 5026 stationären Fällen wurden 100 Fälle mehr als im Vorjahr behandelt. Der Schweregrad der stationären Patienten nimmt Jahr für Jahr zu. Diese Entwicklung ist einerseits der Alterung der Bevölkerung zuzuschreiben, aber auch dem Umstand, dass leichtere Fälle immer mehr ambulant behandelt werden können. Dadurch erhöht sich die durchschnittliche Fallschwere der verbleibenden stationären Fälle.

Wie bereits in den Jahren zuvor haben die ambulanten Leistungen auf rund 15,5 Millionen Taxpunkte zugenommen. Das entspricht knapp 25 000 ambulanten Fällen. Der Anstieg fiel 2018 mit 6,5% etwas tiefer aus als in den Vorjahren. Die Ambulantisierung, aber auch neue Angebote wie beispielsweise die Kinderarztpraxis sind Hauptgründe für die Zunahme.

Optimistisch für die Zukunft

Während andere kleine Schweizer Spitäler um ihre Existenz bangen, ist das Kantonsspital Glarus als Grundversorger im Kanton und in der Region unbestritten. Rund 600 Mitarbeitende sorgen dafür, dass die Bevölkerung des Kantons Glarus und der angrenzenden Region rund um die Uhr Spitalleistungen in Anspruch nehmen kann. «Unsere guten medizinischen Leistungen, das breite Leistungsangebot, eine ausreichende Wirtschaftlichkeit und die hohe Zufriedenheit der Patienten sind unsere Lebensversicherung», ist Markus Hauser, CEO, überzeugt. «Solange die Glarnerinnen und Glarner das eigene Spital im Bedarfsfall beanspruchen und sich die medizinische Versorgung nicht ausserkantonal suchen, solange sehe für unser Spital eine gute Zukunft.»

Interviews geben einen Einblick hinter die Kulissen

Während in den Operationssälen nur sehr wenig gesprochen wird, gehören Gespräche auf verschiedenen Ebenen im Spital zum Alltag und sind für den medizinischen Erfolg entscheidend. Das sind auf der einen Seite Gespräche zwischen Patienten, Ärzten und anderen medizinischen Fachpersonen, aber auch interne interdisziplinäre Gespräche oder Gespräche mit Hausärzten oder anderen externen Spezialisten. Der Geschäftsbericht 2018 veröffentlicht solche Gespräche und gibt so einen spannenden Einblick in den medizinischen Alltag.

Der Geschäftsbericht 2018 liegt in gedruckter Form beim Empfang des Kantonsspitals kostenlos auf. Zudem steht auf der Website www.ksgl.ch die pdf-Datei zum Download bereit.