Ausgezeichnete Holzwerke in der Kanti Glarus

Vom Montag, 4. November, bis am Freitag, 29. November 2019, sind die Siegerprojekte des Prix Lignum der Preisregion Ost in der Kanti Glarus ausgestellt. Aus 114 eingereichten Projekten in der Preisregion Ost (Kantone AI, AR, FL, GL, GR, SG, TG) vergab die Jury den 1. Rang des Prix Lignum dem Mehrfamilienhaus Röschstrasse in St. Gallen. Der 2. Rang ging an das neue Gipfelgebäude auf dem Chäserrugg im Toggenburg SG. Den 3. Rang erhielt der Campingplatz in Trun GR.




Zukunftsweisende Arbeiten mit Holz bekannt machen, das ist das Ziel des Prix Lignum. Der Preis wurde zum vierten Mal seit 2009 gesamtschweizerisch verliehen. Zugelassen waren Bauwerke, Innenausbauten, Möbel und Kunstwerke aus der Schweiz oder dem Fürstentum Liechtenstein, die zwischen dem 1. Januar 2014 und dem 28. Februar 2018 fertiggestellt wurden.

Mit dem 1. Rang der Region Ost würdigt die Jury das Mehrfamilienhaus Röschstrasse in St. Gallen, welches auf den ersten Blick wie ein Neubau erscheint, aber tatsächlich eine Aufstockung im grossen Stil ist. Dank einer gesamtheitlichen Betrachtung ermöglicht Holz ein Gebäude, das so in einer anderen Bauweise kaum möglich gewesen wäre. Die Architekten bauen auf dem Bestand auf und sparen so graue Energie und Bauzeit. Sie entwickeln eine konsequente Tragstruktur, die die Wohnungen prägt. Und sie bringen Holz mit der Fassade überzeugend in einen muralen Kontext.

Den 2. Rang der Region Ost verleiht die Jury der Bergstation auf dem Chäserrugg – einem Holzbau mit eigener Sprache und eigener Dimension. Die Architekten Herzog & de Meuron entwickeln aus einer komplexen Aufgabe eine prägnante Form. Das Resultat ist keine Event-Architektur, sondern eine kraftvolle Ruhe auf dem Berg. Und damit ein Vorbild für viele Tourismus-Betreiber, die in sensiblen Landschaften bauen.

Das neue Betriebsgebäude und Badehaus des Campingplatzes Trun ehrt die Jury mit dem 3. Rang der Region Ost. Die beiden Neubauten stehen für eine holztypische Bauaufgabe, die sorgfältig konstruiert und in den Kontext eingefügt wurde. Sie halten das Zimmermannshandwerk hoch und nutzen die atmosphärische Qualität von Holz mit einfachen Mitteln, ganz nach dem Motto: klein, aber fein.

Aus dem Kanton Glarus wurden 9 Projekte eingereicht. Die Eingaben waren dabei breit gefächert. Unter anderem mit einer Kunstinstallation, der Eisfeldüberdachung Glarus, diverser Um- und Neubauten sowie einem Einbaumöbel.

Öffnungszeiten und Ort der Ausstellung:

Besuch der Ausstellung im Foyer der Kantonsschule Glarus
Montag – Samstag geöffnet von 07.30 – 20.00 Uhr.
Samstag von 09.00 – 12.00 Uhr