In «Sechzehn Monate» erzählt Fabio Andina die erschütternde und zugleich hoffnungsvolle Geschichte seines Grossvaters Giuseppe Vaglio, der während des Zweiten Weltkriegs an der italienisch-schweizerischen Grenze lebte. Giuseppe wurde 1944 von der SS verhaftet, weil er Juden und Partisanen bei der Flucht in die Schweiz half. Nach sechzehn Monaten Gefangenschaft in mehreren italienischen Gefängnissen, im Konzentrationslager Mauthausen und bei Zwangsarbeit kehrt er im Sommer 1945 schwer gezeichnet, aber lebend, nach einem wochenlangen Fussmarsch nach Hause zurück. Andina gelingt es, diese persönliche Familiengeschichte zu einem berührenden Roman über Mut, Liebe und Überlebenskraft in einer dunklen Zeit zu formen.
Fabio Andina, geboren 1972 in Lugano, studierte Filmwissenschaften und Drehbuch in San Francisco und lebt heute im Bleniotal. Er ist Autor mehrerer erfolgreicher Romane, darunter Tage mit Felice (2020) und Davonkommen (2023), die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden. Der Autor ist soeben den 900 km langen Fussmarsch seines Grossvaters nachgelaufen, ein Dokfilm darüber erscheint voraussichtlich im 2026.
Mittwoch, 3. September 2025, um 19.30 Uhr
Eintritt Fr. 20.–/Schüler, Studenten Fr. 15.–
Weitere Infos: www.kulturbuchhandlung.ch




