Am 1. April 2026 wurde im Tierfehd in Linthal ein flugunfähiger Bartgeier entdeckt. Die Wildhut fing das stark geschwächte Tier ein und brachte es für eingehende Untersuchungen in das Tierspital Zürich. Der Vogel litt unter schweren Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen.
Zu den häufigsten Ursachen solcher Symptome gehören Kollisionen und Bleivergiftungen. Die Untersuchungen ergaben zwar erhöhte Bleiwerte im Blut, diese allein konnten die ausgeprägten Beschwerden jedoch nicht erklären. Bereits eine geringe Bleibelastung kann die Vitalität und das Reaktionsvermögen von Greifvögeln beeinträchtigen. Deshalb wird vermutet, dass diese eine Kollision begünstigt haben könnte, bei der der Bartgeier ein Schädel-Hirn-Trauma erlitt.
Anschliessend wurde der im 2025 im Tessin ausgeflogene und auf den Namen Lepontino II getaufte Vogel in der Wildtier-Pflegestation des Natur- und Tierparks Goldau betreut. Dort erholte sich das junge Bartgeiermännchen so weit, dass es am 18. August 2026 wieder in die Freiheit entlassen werden konnte. Die Auswilderung in Linthal erfolgte durch die Stiftung Pro Bartgeier und die kantonale Wildhut.




