Baugenossenschaft Glarus – ordentliche Generalversammlung

Die Verantwortlichen der Baugenossenschaft Glarus luden unlängst zur 67. ordentlichen Generalversammlung ins «Schützenhaus» Glarus ein. Erstmals präsidierte Rolf Luchsinger, Nachfolger von Heinz Rast. Alles war für die gegen 140 Teilnehmenden bemerkenswert umfassend vorbereitet. So gab es keine Fragen zu den traktandierten Geschäften. Alles wurde diskussionslos gutgeheissen. Man wähnte sich in einer gut funktionierenden und klar strukturierten grossen Gemeinschaft.




Die ausgeteilten Stimmkarten konnten schon nach einer halben Stunde und dem Durcharbeiten des geschäftlichen Teils beiseitegelegt werden. Anschliessend stand genügend Zeit fürs Geniessen des sorgsam zubereiteten Nachtessens und ausgiebige Tischgespräche zur Verfügung. Eine musikalische Einstimmung samt Pausenunterhaltung bot der Gitarrist Michael Jakober an. Leider ging das gepflegte Spiel als Folge lauter Gespräche beinahe unter.

Rolf Luchsinger hatte seinem Vorstandsteam, den Verantwortlichen der Geschäftsstelle, Roman Steiger (Leitung) und Bea Stucki (Sekretariat), dem jeweiligen Hauswartspersonal allen Genossenschafterinnen und Genossenschaftern, den Behörden, Handwerkern und weiteren Partnern mit viel Wertschätzung zu danken. Verschiedene Gäste (Manuela Gallati, Raiffeisenbank), Alex Landolt (Treuhandbüro Umberg), Felix Lehner (Revisor), wurden begrüsst und einzelne Entschuldigungen bekannt gegeben.

440 Personen gehören der Baugenossenschaft als Mitglieder aktuell an. Im Vorstand wirken neben dem Präsidenten Richard Schmidt (Vizepräsident), Glarus; Irene Arnold, Glarus; Manuela Figi, Schwanden; Bruno Kälin, Mollis; Stefan Maduz, Elm, und Matthias Jenny, Glarus mit.

Rolf Luchsinger wies gerne auf die erfreuliche Finanzlage und den soliden Geschäftserfolg hin. Ausgewiesen ist mit Abschluss des vergangenen Jahres ein Jahresgewinn von leicht mehr als 170 000 Franken, damit eine Steigerung von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Liquidität beläuft sich auf über 1,7 Millionen Franken. Das erlaubt, laufende Projekte und Sanierungen mit eigenen Mitteln zu finanzieren. Die Bilanzsummer beziffert sich auf 25 Millionen Franken. Es wurden im vergangenen Jahr Hypotheken über insgesamt 540 000 Franken amortisiert. Gegenüber dem Vorjahr sank der Mietertrag als Folge von breit umgesetzten Mietzinssenkungen von knapp anderthalb Prozent auf 1 732 000 Franken. Für Unterhalts- und Sanierungsarbeiten wendete die Baugenossenschaft beinahe 440 000 Franken auf. Im Zentrum standen Erneuerungsarbeiten als Folge von 14 Wohnungswechseln.

Dank Revision der Bauordnung konnte der Ausbau der drei Erdgeschosswohnungen an der Bleichestrasse im Hauptort nach gut zehn Jahren des Zuwartens per Ende November 2018 endlich abgeschlossen werden.

Die Verantwortlichen der Baugenossenschaft sind sehr bestrebt, preisgünstigen Wohnraum anzubieten. Im Moment sind das zwölf Liegenschaften mit gesamthaft 121 Wohnungen und 116 Autoeinstellplätzen. Der Kauf neuer Grundstücke gehört ins Konzept der Verantwortlichen. Von den bestehenden Objekten befinden sich sieben in Glarus (83 Wohnungen, 94 Garagenplätze) und der Rest (38 Whg., 22 Garagenplätze) in Mollis.

Rolf Luchsinger bedauerte ausserordentlich, dass die Umnutzung der «Lunde» in Netstal mit 28 geplanten Genossenschaftswohnungen samt Tiefgarage trotz intensiver Gespräche mit den Behörden nicht möglich geworden war und diese Liegenschaft dem zweiten Interessenten zugeschlagen worden war.

Es ist ausgewiesen, dass sich die Verantwortlichen sehr professionell, gesamtheitlich und zielorientiert für ihre Genossenschaft einsetzen.

Vom aufmerksam bedienenden Personal im Saal des «Schützenhauses» liess man sich gerne verwöhnen. Einige mögen sich den Termin der nächsten 68. Versammlung bereits notiert haben.

Mit Gleichgesinnten wurden lange, gewiss kurzweilige Gespräche geführt. Der gesellige Aspekt kam gebührend zum Tragen.