Nachdem die Parteileitung bereits die Kandidatur von Martin Landolt als Nationalrat empfohlen hatte, fand am vergangenen Freitag aufgrund der statutarischen Zuständigkeit eine Parteiversammlung der Bürgerlich-Demokratischen Partei (BDP) des Kantons Glarus statt. Der Entscheid zur Nominierung von Landrat Martin Landolt fiel einstimmig.
Parteipräsident Martin Landolt begrüsste die Parteimitglieder und nutzte die Gelegenheit für einen Rückblick auf eine ereignisreiche Zeit. Seit der Gründung der Glarner BDP sei viel passiert, so zum Beispiel die Gründung der BDP Schweiz, welche erfreulicherweise in Glarus stattfinden konnte. Ebenso seien seither verschiedene Kantonalparteien gegründet worden und gerade der jüngste Wahlerfolg im Kanton Bern zeige, dass die BDP eine breite Unterstützung geniesse. Es sei wichtig und langfristig nachhaltig, dass eine Partei an der Basis wachse und sich über die Kommunal- und Kantonalpolitik bei den Leuten verankere.
Neue Partei ist gut gestartet
Im Glarnerland habe sich die Landratsfraktion schon mit mehreren Vorstössen positioniert, und auch in kommunalen Fragen habe die Partei nun ihre Arbeit aufgenommen. So werde die BDP aktiv an der ersten gemeinsamen Gemeindeversammlung von Glarus-Mitte teilnehmen und die neue Gemeinde mit Anträgen mitgestalten.
Die BDP werde ihre Aufbauarbeit weiter fortsetzen. Am 7. Januar 2009 wird Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf auf Einladung der BDP in Glarus sein und die Glarnerinnen und Glarner über die Volksabstimmung vom 8. Februar 2009 informieren. Auch die Teilnahme an den Nationalratswahlen sei in jedem Fall ein wichtiger und aufschlussreicher Gradmesser.
Damit übergab der Parteipräsident das Zepter an den Vizepräsidenten Mathias Vögeli, der die Nominierung durchführte. Mathias Vögeli nutzte die Gelegenheit, den Kandidaten Martin Landolt nochmals kurz vorzustellen. Dabei wies er auf die langjährige Erfahrung und den eindrücklichen Leistungsausweis des ehemaligen Landratspräsidenten hin. Martin Landolt sei aber nicht nur Politiker, sondern auch Familienvater, Berufsmann und habe sich auch immer wieder in verschiedenen Vereinen engagiert. Nicht zuletzt deshalb gelte er als volksnah und bodenständig.
Ein dritter Standesvertreter
Mathias Vögeli wies auch darauf hin, dass es im Bundeshaus unbedingt einen Glarner Nationalrat brauche, der sich als Kantons- und nicht als Parteivertreter sehe. Es gehe nicht darum, irgend eine "Hausmacht" zu vertreten, sondern den Kanton Glarus. Mit einem einzigen Nationalratssitz sei das Glarnerland schwach vertreten, weshalb sich auch der Nationalrat unbedingt als Standesvertreter sehen müsse. Gerade die Polemik um das Rüstungsprogramm oder auch die aktuelle Diskussion rund um eine Verkehrserschliessung von Glarus-Süd haben bedauerlicherweise gezeigt, dass das Glarnerland zur Zeit in Bern nicht optimal und konsequent vertreten werde.
Die formelle Nominierung von Martin Landolt erfolgte anschliessend einstimmig. Der Kandidat dankte für das Vertrauen und meinte, er gehe davon aus, dass die Glarnerinnen und Glarner eine Persönlichkeit im Nationalrat wollen, welche dem Glarnerland über die Parteigrenzen hinweg ein Gesicht und eine Stimme gebe. Er würde sich freuen, wenn er dieser dritte Standesvertreter sein dürfte. Alles weitere sei der Entscheid des Stimmvolks. So oder so aber werde der 8. Februar ein wichtiger und aufschlussreicher Tag sein, auf den er sich sehr freue.




