BDP sagt NEIN zur Atomausstiegsinitiative der Grünen

Die Parteileitung der BDP des Kantons Glarus erteilt der radikalen «Atomausstiegsinitiative» eine klare Absage. Ein geordneter Ausstieg sieht anders aus.




Sowohl das Referendum der SVP gegen die Energiestrategie 2050 wie auch die Atomausstiegsinitiative der Grünen torpedieren die Energiestrategie 2050 und damit eine geordnete Energiewende. Die BDP hat stets betont, dass der eingeschlagene Weg der Energiestrategie 2050 zu einem geordneten Atomausstieg führt. Ein JA zur Initiative würde einen überhasteten Ausstieg bedeuten, bei dem schon im Jahre 2017 die drei Kernkraftwerke Beznau I und II sowie Mühleberg abgeschaltet werden müssten. Damit würden zirka 15% der gesamten Stromproduktion wegfallen und der «Selbstversorgungsgrad» dementsprechend abnehmen. Ein massiv höherer Import an Strom – insbesondere in den Wintermonaten – wäre folgedessen unumgänglich. Im Klartext: Wir müssten Strom von ausländischen Atomkraft- und Kohlekraftwerken einkaufen. – Wollen wir das?

Bis im Jahre 2029 müsste dann auch Leibstadt als letztes AKW der Schweiz abgeschaltet werden. Aus heutiger Sicht würden bis dann zirka 40% der Stromproduktion wegfallen. Realistisch betrachtet ist es schlicht und einfach nicht möglich, mit erneuerbaren Energien und dem zweifelslos vorhandenen Potenzial an Energieeffizienz diese Lücke so kurzfristig zu schliessen. Die Energiewende braucht ihre Zeit und sie führt zu einem geordneten Atomausstieg. Deshalb ist die Energiestrategie 2050 der richtige und vernünftige Weg.