Fast der gesamte Chor fand sich für ein Wochenende im Klösterli in Braunwald ein, um sich ganz dem grossartigen Werk von Beethoven zu widmen und dieses zu vertiefen.
Für die Chormitglieder ist diese Art der Konzertvorbereitung stets ein umfassenderes Erlernen des Werkes. Das Singen wird so zu einem Erlebnis, das über die üblichen Erwartungen hinausgeht. Es ist eine Emotion, die immer wieder zum Staunen bringt, wie in der Klassik der Glaube an den Einen Heiligen und Erhabenen in Melodie und Rhythmik, in der Dramatik und von Pianissimo bis Fortissimo zum Ausdruck gebracht wird.
Das Hauptanliegen des Dirigenten Kurt Müller-Klusman war nicht nur, die Noten richtig anwenden zu lernen, sondern auch den Emotions-Inhalt aus dem Verständnis des Hintergrundes zu verstehen und dadurch zu einem gemeinsamen Interpretationserlebnis zu gelangen. So hat er uns über den Hintergrund des Werkes informiert: Wie es zu diesem Auftrag kam, was es auszulösen schien, in welcher Epoche diese Messe komponiert wurde und vieles mehr, was uns zu einem ganz speziellen Verständnis dieser Komposition verhalf. Über dieses Hintergrundwissen wird im Konzertheft noch ausführlich berichtet.
Eine der Erwartungen an ein Probewochenende ist, dass die Sängerinnen und Sänger das Werk soweit kennen gelernt haben, dass sie beginnen, davon zu träumen. Das heisst, die Musik wird verinnerlicht und begleitet zunehmend durch den Tag.
Der Dirigent versteht es so meisterhaft, den Chor mitzunehmen, dass Müdigkeit und Belastun-gen des Alltags abfallen. Dass das Üben Freude macht ist auch Kurt Müller-Klusman’s schier unerschöpfliche Fantasie und erfrischender Bildersprache zu zuschreiben, die das gemeinsame Musizieren zur wohltuenden Erholung werden lässt.
119 Vorstandsjahre gewürdigt


