Behindertenrechte – Referat von Peter Grimm

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung des Vereins «Fridlihuus» Glarus referierte Peter Grimm, Leiter der Fachstelle zur Förderung Selbstvertretung im Kanton Glarus, zum Projekt «Augenhöhe», dies auch im Rahmen der Glarner Aktionstage Behindertenrechte 2024.



Peter Grimm, Leiter der Fachstelle zur Förderung Selbstvertretung im Kanton Glarus,
Peter Grimm, Leiter der Fachstelle zur Förderung Selbstvertretung im Kanton Glarus,

Menschen mit Behinderungen sind praktisch täglich mit Hindernissen konfrontiert. Ab Mitte Mai finden über einen Monat hinweg auch im Glarnerland Aktionen statt, die als Beitrag zur Umsetzung der UNO-Behindertenrechtskonvention gedacht sind. Unter www.zukunft-inklusion.ch/gl ist mehr zu erfahren. Die Veranstaltungen tragen Titel wie «Silent Disco»; «Pop-Up-Café»; «Outdoor Escape Room»; «Eintauchen ins Dunkel»; «Die Zukunft erfinden»; «Stadtführung im Rollstuhl und Rollstuhlparcours»; «Mit Pfeil und Boden und einem Arm». Die Abschlussveranstaltung ist am 14. Juni mit Beginn um 18.00 Uhr in Schwanden im glarnersteg, Restaurant Müli, Mühleareal 19, angeboten.

Peter Grimm, seit 20 Jahren bei der Pro Infirmis Glarus tätig, erzählte über seine neue Aufgabe mit dem Schwerpunkt Behinderung. Anforderungen, Erfahrungen, Hilfen, Hinführen zu jeweils zentralen Anliegen sind riesig. 22 Prozent der Menschen haben laut Grimm eine Behinderung, sehen sich mit Unliebsamem, Forderndem zu oft konfrontiert.
Der Referent hinterfragte Auffälligkeiten, das Nicht-Genügen am Arbeitsplatz, das Umsetzen von Erwartungen und Wünschen, das Ausgegrenzt-Sein. Er redete zu Aufgaben von Institutionen, befasste sich mit fünf Dimensionen von Inklusionen, Stabilität und Entwicklung.
Es ist ein sehr weiter Weg, der da begangen werden muss, ein Weg, der nicht immer zum gewünschten Ziel führt. Hartnäckigkeit und Beharrlichkeit seien ebenso gefragt wie Helfen und Anteilnahme.

Konkretes wurde zu selten benannt. Es war so etwas wie ein weiter Allgemeinplatz ohne fixe Treffpunkte zu Begriffen wie Inklusion oder Exklusion. Andreas Zehnder verdankte die Ausführungen. Zeit blieb fürs Verweilen und einen vertiefenden Gedankenaustausch.