Beim Aufbau der Zirkusarena muss jeder Handgriff sitzen

Kaum war die Abendvorstellung vom Zirkus Knie in Wil zu Ende begann das eingespielte Team, das Zirkuszelt abzubauen und in die bereitstehenden Wagen zu verladen. Zu dieser Zeit war der Landsgemeindeplatz in Glarus noch leer, kein parkiertes Auto war zu sehen. Dies war aber lediglich die Ruhe vor dem berühmten Sturm.



Ein engespieltes Team: bereits nach kurzer Zeit ragen die ersten Tragelemente in den Himmel (Bild: ehuber)
Ein engespieltes Team: bereits nach kurzer Zeit ragen die ersten Tragelemente in den Himmel (Bild: ehuber)

Gegen 06.00 Uhr rollten die ersten Wagen mit der Aufschrift „Zirkus Knie“ in Glarus ein und nahmen innert kürzester Zeit Besitz vom Landsgemeindeplatz.des Landsgemeindeplatzes. Vorbei war es mit der besinnlichen Ruhe, ab sofort war emsiges Treiben angesagt.

Ein eingespieltes Team

Es wurde wenig gesprochen, denn das Team, welches nun für den Aufbau des grossen Zirkuszeltes verantwortlich war, ist bereits nach den wenigen Vorstellungen bestens eingespielt. Jeder der vielen Arbeiter kannte seinen Platz, kannte seine Aufgabe. Alle waren sich auch der Verantwortung bewusst, welche während dieser Zeit auf ihren Schultern ruht. Jeder Handgriff sass und bereits nach kurzer Zeit sahen die immer in grössserer Zahl aufmarschierenden Zuschauer, erste Ergebnisse. Ganz zu Beginn wurde das Sägemehl für die eigentliche Manege verteilt. Um diesen Kreis aus Sägemehl wurden dann die verschiedenen Elemente ausgelegt und zusammen montiert. So gegen 10.00 Uhr wurden die ersten beiden Tragelemente für die Zeltblache – zusammen mit der Aufschrift „Knie“ aufgezogen und verankert. Nach und nach folgten die übrigen Elemente und zu guter Letzt auch die riesige Zeltblache in den bekannten Farben weiss/blau.

Beleuchtung und die Sitzplätze für die Zuschauer

Sobald die „Hülle“ stand, wurde mit dem Innenausbau begonnen. Innert kürzester Zeit waren die vielen Sitzplätze für die zu erwartenden Zuschauer bereitgestellt. Die Beleuchtung und auch die verschiedenen technischen Vorrichtungen für die Artisten wurden weit oben, unter der Kuppel des Zeltes, montiert. Hier wurde jeder eingespielte Handgriff nochmals überprüft. Vor allem in diesem Bereich darf nichts dem Zufall überlassen werden, geht es doch dabei um die Gesundheit und die Sicherheit der wagemutigen Artisten. Der Aufbau der Bühne für das Zirkusorchester, über dem grossen Eingang, durch welche die verschiedenen Tiere und die Künstler erscheinen, ist ebenfalls innert kürzester Zeit abgeschlossen. Nun gilt es die Beleuchtung, die Funktion der technischen Elemente und auch die Lautsprecher zu testen. Während die vielen Arbeiter noch mit dem Aufbau der Manage beschäftigt sind, werden laufend die verschiedenen Tiere herangefahren. Einige Dickhäute finden Platz in einem speziellen Zelt, die vielen, wunderschönen Pferde unmittelbar daneben. Nach und nach finden sich auch neugierige Kinder und Erwachsene ein, welche einmal all diese Tiere möglichst aus der Nähe betrachten möchten. Nach einem grossen Einsatz ist die Manege für die erste Abendvorstellung in Glarus bereit und wartet auf möglichst viele Zuschauer. Die Artisten werden für Ihre Darbietungen mit Applaus bedacht. Die vielen Arbeiter im Hintergrund freuen sich, wenn alles gut abläuft und keine auch noch so kleine Panne passiert. Am Sonntag, unmittelbar nach der letzten Vorstellung auf dem Landsgemeindeplatz sind sie wieder gefragt. Auch beim Abbau gilt: „Jeder Handgriff muss sitzen“.

Die Zirkusvorstellungen finden wie folgt statt:
Samstag, 14. April um 20.00 Uhr
Sonntag, 15. April um 14.30 und um 18.00 Uhr