Beiträge aus dem Tourismusfonds

Der Regierungsrat vergibt Beiträge aus dem Tourismusfonds an vier Projekte.



Die Glärnischhütte vor dem Umbau • (Foto: Visit Glarnerland/Marco Scherrer)
Die Glärnischhütte vor dem Umbau • (Foto: Visit Glarnerland/Marco Scherrer)

Gestützt auf die Empfehlungen des Tourismus-Beirats unterstützt der Regierungsrat innovative Projekte mit Beiträgen aus dem Tourismusfonds.

Glarnerlandpass

Der Glarnerlandpass wird als digitale Gästekarte eingeführt, um den interaktiven Kontakt mit Gästen zu fördern und deren Reiseerlebnisse zu begleiten. Das digitale System dient als Reisebegleiter, Vernetzungsplattform und Eintrittskarte in die Glarner Erlebniswelt. Das Projekt nutzt das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2025, um einen bedeutenden Digitalisierungsschritt im Tourismus zu ermöglichen und den Kundenstamm zu erweitern. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1 350 000 Franken.

Es wird ein Beitag von maximal 250 000 Franken gewährt. Der Beitrag ist geknüpft an Vorgaben und Bedingungen im Bereich der Finanzierung, der Umsetzung, der Zuständigkeit und der Datenhoheit. Das Departement Volkswirtschaft und Inneres beabsichtigt ausserdem, einen Lenkungsausschuss mit beratender und begleitender Funktion einzusetzen.

Umbau Zimmer «Glarnerhof»

Das historisches Hotel «Glarnerhof» spielt seit seiner Eröffnung im Januar 1862 eine bedeutende Rolle in der Region. Die Besitzer möchten die Hotelinfrastruktur renovieren und modernisieren. Das Ziel ist es, nationale und internationale Gruppen für Führungen in Glarus und Ausflüge in die umliegenden Bergregionen anzusprechen, um eine neue Kundengruppe zu erschliessen. Die letztmals 1985 renovierten Zimmer entsprechen nicht mehr dem heutigen Standard. Geplant sind 36 Zimmer im 3-Sterne-Bereich und 10 Zimmer im 2-Sterne-Bereich für Schulklassen oder eine Langzeitvermietung, wodurch insgesamt 87 Betten angeboten werden.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2,3 Millionen Franken. Es wird ein Beitrag von maximal 350 000 Franken gesprochen.  

Naturfreundehaus 2025+

Das Naturfreundehaus «Fronalp» war ursprünglich eine Unterkunft für verschiedene Sektionen der Schweizer Naturfreunde. Seit den 1990er-Jahren ist es als Berggasthaus für Übernachtungs- und Restaurantgäste öffentlich zugänglich. Die Genossenschaft Fronalp hat es sukzessive erneuert und in einen regulären Betrieb überführt. Im Jahr 2019 wurde die Küchen- und Gastronomieinfrastruktur modernisiert. Aufgrund der positiven Entwicklung sind weitere Investitionen geplant. Das Projekt umfasst u. a. die Neuanschaffung einer Stückholzfeuerung, den Umbau der Gruppenunterkünfte auf der Nordseite zu Familienzimmern und den Ausbau der Panoramaterrasse. Nach dem Umbau verfügt das Naturfreundehaus über 11 Zimmer mit 42 Schlafplätzen.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 146 000 Franken. Es wird ein Beitrag von maximal 15 000 Franken gesprochen.

Mehrkosten Umbau Glärnischhütte 

Die Glärnischhütte entspricht nicht mehr den aktuellen gesetzlichen Anforderungen und Gästebedürfnissen und musste umfassend saniert werden. Mit der Renovierung wird die Zahl der Betten von heute 115 auf neu 90 Betten reduziert. Damit kann der Betrieb und die Betreuung sowie die Einhaltung von Vorschriften im Abwasser- und Energiebereich gewährleistet werden. Einsprachen und die Kostensteigerung im Bauwesen führten zu Mehrkosten. Aus dem kantonalen Sportfonds (Swisslos) wurden bereits 50 000 Franken für das Projekt zugesprochen. 

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2,9 Millionen Franken. Grundsätzlich werden die SAC-Hütten nicht mit Beiträgen aus dem Tourismusfonds alimentiert, da sie insbesondere mit Spenden und Mitgliederbeiträgen gut aufgestellt sind. Im Fall der Glärnischhütte wird ein Beitrag gesprochen, weil unvorhergesehene Umstände zu einem Restfinanzierungsbedarf geführt haben. Es wird ein Beitrag von 35 000 Franken gewährt.