Benefizkonzert „Alla Danza“

Das diesjährige Benefizkonzert der Glarner Musikschule hiess „Alla Danza“ und brachte Tanzmusik aus verschiedenen Jahrhunderten und in diverser Stilrichtungen zu Gehör. Die Melodien entstammten dem Barock oder waren dem Flamenco, dem Schlager oder der Pop-Musik zuzuordnen.



Wie am Hof von Louis XIV: Eine Tanzeinlage bei „Alla Danza“. (Bild: mst.)
Wie am Hof von Louis XIV: Eine Tanzeinlage bei „Alla Danza“. (Bild: mst.)

Bereits zum sechsten Mal ging am vergangenen Samstagabend das Benefizkonzert der Glarner Musikschule über die Bühne. Immer steht ein bestimmtes Thema im Zentrum. Dieses Mal war es der Tanz. Der erste Teil war ein Konzert mit live aufgeführten Tänzen, der zweite war eine „Stubete“.

Konzert mit Tanzeinlagen

Eingangs trugen die Tanzgruppe „DanSing“ und die Latin-Jazz-Combo von Andreas Friedli die Titelmelodie der Muppetshow auf Deutsch und mit dem nötigen komödiantischen Talent vor, derweil Gitarrenlehrer Alfred Böhm Bilder von Michel Krafft auf die Leinwand projizierte. Die darauf folgende Schweizer Tanzmusik aus der Sammlung von Hanny Christen, darunter zwei Stücke aus dem Glarnerland, liess das Ensemble „Zigerbrüüt“ zum Zug kommen. Es waren volkstümlich angehauchte Tänze für Klavier, Harfe, Cello und zwei Klarinetten. Harfenistin Andrea Höhener gebrauchte dabei ihr Instrument teilweise zur Perkussion. Beim Walzer spielten sich die Instrumente gegeneinander die Pässe zu: Melodien, begonnen beispielsweise mit der Klarinette, fanden bei der Harfe ihre Fortsetzung.
Die Stücke „Prélude“, „Sarabande“, „Rondeau“, „Fantasie“, „Gavotte“ usw. aus dem Barock wurde von den Profis Katharina Hänggi (Barockgeige), Fabienne Zürcher (Traversflöte), Magdalena Mattenberger (Gambe), Martin Zimmermann (Cembalo) sowie Andreas Habert (Blockflöte) zu höfischen Tanzeinlagen gespielt. Dabei waren Sarah Edgar, Evelyn Klöti und Berhard Gertsch stilecht kostümiert, wie am Hof von Louis XIV, und vollführten auch die erforderlichen Bewegungen.

Zeitgenössische Musik

Nachher stiegen wir in einen zeitgenössischen, spanischen Keller und lauschten dem Flamenco. Tänzerin Yvette Kovacs drehte sich zum Spiel des Gitarristen Randy Müller. Während den Stücken „Sevillanas“, „Alegrias“ sowie „Garrotin“ entkleidete sie sich je länger je mehr, dafür trug sie am Schluss einen schwarzen Hut, sodass sie nicht mehr an die Ohren fror. Es fehlte eigentlich nur das Geklapper der Kastagnetten, sonst hätte man meinen können, man befinde sich in Spanien.
Die Latingruppe „Luz do Cais“ (übersetzt „Hafenlicht“) von Andreas Friedli musizierte das sehr bekannte, eingängige „Mas que Nada“, darauf „Elizete“ in einem schleppend-schrägen Rhythmus sowie der wiederum bekannte und beliebte „Summer Samba“. Zur live gespielten Musik tanzte Rahel Isenegger in sommerlichem Outfit.

Die Gruppe „DanSing“, bestehend aus zahlreichen Erwachsenen, brachte zum Abschluss des Konzerts die Titel „Sway“, „Oh, donna Clara“ – was an Auftritte der Acapickels und von Max Raabe und seinem Palastorchester erinnerte – sowie „Dancing Queen“ von ABBA stilecht im 70er-Jahre-Look dar.
Im zweiten Teil des Konzerts, der „Stubete“, spielte die Gruppe „Müsiaque“ unter Leitung von Manuela Einsle zu Speis und Trank. Einige schwangen noch das Tanzbein oder amüsierten sich bei einer spontan veranstalteten Polonaise.