«Sicherheit» – wahrscheinlich einer der häufigst genannten Begriffe im letzten Jahr. Während die Jahre zuvor noch die Rendite im Vordergrund stand, ist mit der Talfahrt der Börsen der Werterhalt in den Vordergrund gerückt. Mit dem Wechsel der Bedürfnisse sollte auch die Anlagestrategie überprüft werden. Denn die Ausrichtung des eigenen Portfolios hängt unter anderem mit der persönlichen Risikobereitschaft zusammen. Rendite, Sicherheit und Liquidität können nie gleichzeitig maximiert werden. Insofern ist das Portfolio ein Kompromiss. Wenn die Chancen und Risiken mit den eignen Bedürfnissen übereinstimmen, findet man den optimalen Mix für sein Portfolio. Eine persönliche, kompetente und faire Anlageberatung hilft bei der Festlegung der Anlagestrategie und natürlich auch bei deren Umsetzung. Bevor man über die einzelnen Produkte diskutiert, sollte man sich grundsätzliche Fragen stellen wie: Was sind meine Bedürfnisse? Und wie viel Risiko kann und will ich eingehen?
Die eigenen Bedürfnisse kennen
Zunächst sollte man sich über die eigene finanzielle Situation im Klaren sein. Dabei ist einerseits das Vermögen entscheidend, aber andererseits auch, wie hoch die laufenden Einnahmen und Ausgaben sind. Als zweites sollte man sich über den Zeithorizont Gedanken machen. Wann wird das Vermögen benötigt und wofür? Die Antworten darauf können sich im Verlauf der Jahre ändern. Das Traumhaus, die lang ersehnte Weltreise, die Ausbildung der Kinder, finanzielle Sicherheit im Alter; je nach Lebensabschnitt stehen andere Wünsche und Ziele im Mittelpunkt.
Wie viel Risiko soll man eingehen?
Auf dieser Basis eruiert der Anlageberater gemeinsam mit dem Kunden das persönliche Anlageziel, das von der Risikofähigkeit und der Risikobereitschaft abhängt. Als Risikofähigkeit bezeichnet man die persönlichen finanziellen Rahmenbedingungen und den Anlagehorizont, der grössere oder nur kleinere Risiken rechtfertigen. Die Risikobereitschaft dagegen ist die persönliche Neigung, finanzielle Risiken einzugehen und über eine längere Zeit zu tragen. Auch hierzu sollte man sich vorab einige Fragen stellen: «Kann ich mit zeitweise grösseren Wertschwankungen bei meinem Vermögen leben? Oder habe ich bereits bei kleineren vorübergehenden Einbussen schlaflose Nächte?» Die genaue Klärung der Risikofähigkeit und der Risikobereitschaft ist im Hinblick auf eine bedürfnisgerechte Vermögensanlage entscheidend. Schliesslich geht es darum, sich mit der festgelegten Strategie wohl zu fühlen.
Von der Strategie zum Produkt
Mit den Antworten auf diese Fragen erstellt der Anlageberater ein persönliches Anlegerprofil und legt gemeinsam mit dem Kunden die Ziele und die Strategie fest. Nur so ist es möglich, die passenden Produkte auszuwählen. Keine einfache Aufgabe, umso mehr als sich heute – neben Aktien und Obligationen – von Fonds-Sparplänen bis hin zu strukturierten Produkten mehr Anlagemöglichkeiten denn je anbieten.
Auch wenn das Produkt einmal gewählt ist, stellen sich weitere Fragen: «Habe ich die empfohlenen Produkte wirklich verstanden?» «Kann ich das Risiko der Produkte einschätzen?» Denn eine goldene Regel des Anlegens ist: «Investieren Sie nur in Produkte, die Sie wirklich verstehen.» Weiter sollte man sich bewusst sein, dass die eigenen Bedürfnisse nicht in Stein gemeisselt sind. Sie verändern sich. Und mit ihnen sollte man das Portfolio regelmässig überprüfen und optimieren.
Möchten auch Sie ihr Portfolio wieder einmal überprüfen lassen? Andreas Luchsinger (Telefon 055 618 45 44) und Patrik Hauser (Telefon 055 618 45 41) von der Raiffeisenbank Glarnerland stehen Ihnen für allfällige Fragen oder eine Terminvereinbarung gerne zur Verfügung.
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