Berggeist nach 93 Jahren erblindet

Den von der WHO ausgerufenen Welttag des Augenlichts am 10. Oktober 2019 nimmt die Schweizer Fachorganisation «Licht für die Welt» zum Anlass, um die Öffentlichkeit auf die wichtigsten Erblindungsursachen hinzuweisen und über Präventionsmassnahmen aufzuklären. Niemand soll erblinden, wenn augenmedizinische Hilfe möglich ist.




Der Berggeist des Berggeist-Brunnens in Glarus, der seit 93 Jahren auf dem Gemeindehausplatz steht, ist heute Ziel einer Guerilla-Aktion geworden. Anlässlich des Welttags des Augenlichts lieh die Statue für zehn Minuten in einer Verhüllungsaktion ihr Augenlicht. Denn 75 Prozent der Erblindungen und Sehbehinderungen auf unserer Erde wären durch Präventionsmassnahmen vermeidbar. Jeder Zweite von weltweit 36 Millionen blinden Menschen hat Grauen Star. Dieser könnte durch eine Augenoperation geheilt werden, die etwa 15 Minuten dauert – selbst nach oft jahrelanger Blindheit. In Entwicklungsländern, wo 90 Prozent der sehbehinderten und blinden Menschen leben, fehlt es jedoch an allen Ecken und Enden. Ein signifikanter Mangel an augenmedizinischem Gesundheitspersonal, eine massive Unterversorgung an Medikamenten und Operationsmaterial sowie unzureichend medizintechnisch ausgestattete Krankenhäuser sind der Grund für die immens hohen Blindheitszahlen. Besonders tragisch: Gerade Kinderblindheit könnte einfach verhindert werden.

«Ziel dieser Statuenverhüllung ist es, öffentliches Bewusstsein für Augengesundheit in der Schweiz wie auch in den Armutsgebieten unserer Erde zu schaffen. Denn Prävention rettet Augenlicht», erklärt Gabriel Müller, Geschäftsführer des Vereins «Licht für die Welt» in Zürich. 

Nähere Informationen: www.licht-fuer-die-welt.ch