Berggottesdienst im Niederurner Täli

Jeweils am dritten Sonntag im August findet im Niederurner Täli der ökumenische Berggottesdienst statt. Der Wetterbericht versprach sonniges Wetter für den Sonntag, der Entscheid für die Durchführung war schnell gefällt. Etwa 150 Besucher sind ins Niederurner Täli gekommen – so viele wie noch selten. Nach dem Berggottesdienst haben zwei Familien ihre Kinder taufen lassen – sicher einer der Gründe, weshalb der Aufmarsch so gross war.




Der Berggottesdienst, der jeweils bei der Blockhütte Mettmen stattfindet, wurde mit dem Lied «Üses Glarnerland» durch den Jodelclub Niederurnen eröffnet. Anschliessend begrüssten die Pfarrherren Matthias Peters und Gebhard Jörger die grosse Besucherschar und stellten den Gottesdienst unter das Thema «Garten Eden», oder auf Hebräisch «Land der himmlischen Stätte». Pfarrer Gebhard Jörger erwähnte, dass der Mensch ein Gartenbewohner sei. Im Garten findet der Mensch Bäume, von den Früchten kann er sich ernähren. Im Garten wird die Kraft Gottes deutlich, man merkt, dass wir Teil der Schöpfung sind. Der Mensch soll nach draussen gehen, da öffnet sich das Herz; in der Landschaft kann das Herz von grossem Seelenschmerz befreit werden. In der Natur erkennen wir, dass die Welt nicht von Zufall regiert wird, dass das Leben einen Sinn hat. Im Garten ist die Grösse Gottes spürbar – Gottes Garten macht die Seele gesund.

Zwischendurch wurden die Besucher zum Singen eingeladen – zu Beginn des Gottesdienstes wurden Liederblätter verteilt, sodass alle mitsingen konnten. Der Jodelklub bereicherte den Berggottesdienst mit mehreren Liedern. Sogar das Vater unser / Unser Vater wurde für einmal gesungen – vorgetragen durch den Jodelklub. Anschliessend dankte der katholische Pfarrer Jörger für die Kollekte fürs Fridlihuus in Glarus. Bevor der reformierte Pfarrer Peters zur Gerstensuppe einlud, bedankte er sich beim Jodelklub für die schöne, musikalische Begleitung, Norbert Bernet und Hans Schindler und ihrem Team fürs Vorbereiten und Kochen der Suppe und vor allem den Berggottesdienst-Besuchern, die so zahlreich ins Täli gekommen sind.